Zu Hause vielfältig engagiert: AKTIV im Norden

Zu Hause vielfältig engagiert


Und hoch das Bein: Der Karnevalistische Tanzsportclub Lauda in Aktion. Foto: Verein
Und hoch das Bein: Der Karnevalistische Tanzsportclub Lauda in Aktion. Foto: Verein

M+E-Betriebe fördern ihren Heimatort

Lauda-Königshofen. Was haben Karneval-Tanzmariechen mit der Metall- und Elektro-Industrie zu tun? Sie sind ein Beispiel dafür, wie mittelständische Betriebe ihren Heimat-Standort fördern!

Vier von fünf Unternehmen im Lande sind bürgerschaftlich engagiert – oft mit einer „beiläufigen Selbstverständlichkeit“. Das ist im „Monitor Engagement“ des Familienministeriums nachzulesen.

Beim Einsatz einer Firma „als guter Bürger im lokalen Umfeld“ geht es nicht nur um Spenden, wie Frank Maaß vom Institut für Mittelstandsforschung in Bonn erklärt. So unterstützt jeder dritte Betrieb im industriellen Mittelstand das soziale Engagement seiner Beschäftigten: „Das stärkt Motivation und Bindung der Mitarbeiter. Gutes Tun wird so auch zum personalpolitischen Instrument.“

Hohe soziale Verantwortung

Der Austausch mit Akteuren jenseits des alltäglichen Geschäfts erhöht laut Maaß zum Beispiel auch die Sozialkompetenz. Oft ist die Unterstützung der Heimatregion mit persönlichem Einsatz der Unternehmer verbunden.

Die Tanzmariechen auf unserem Bild kommen vom Karnevalistischen Tanzsportclub Lauda (Baden-Württemberg). Gefördert werden sie, ebenso wie die Fechter im nahen Tauberbischofsheim, vom Temperiergeräte-Hersteller Lauda Dr. R. Wobser. Die Firma engagiert sich zudem in Sachen Kultur, wie Geschäftsführer Gunther Wobser schildert: Es gibt öffentlich zugängliche Ausstellungen im Betrieb, auch örtliche Konzerte werden unterstützt. „So tragen wir dazu bei, dass unsere Mitarbeiter hier ein Umfeld finden, in dem sie gerne leben.“

„Hohe soziale Verantwortung“ für ihren Standort im Schwarzwald hat sich die Firma S. Siedle & Söhne, ein Spezialist für Gebäudekommunikationstechnik, sogar ins Leitbild geschrieben. Seniorchef Horst Siedle lebt das mit einer Stiftung vor – und die Mitarbeiter ziehen mit. Etwa beim traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Betriebsgelände in Furtwangen, von dem zuletzt die örtliche Bergwacht profitierte.

Einen eher ungewöhnlichen Weg der Hilfe vor Ort geht jetzt Wolfgang Schlüter. Seine Siegerländer Firma Capito (Neunkirchen) fertigt Heiztechnik, aber auch Schubkarren. Schlüter baut gerade ein Netzwerk auf, das Menschen schneller aus der Schuldenfalle helfen soll. „Als sich ein Mitarbeiter mir gegenüber offenbarte“, sagt er, „sah ich, dass wir Unternehmer auch da was tun müssen: Die Fürsorgepflicht endet nicht an unseren Werktoren.“

Hof/WH

 

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