Wie ein Student eigene Ideen beim Arbeitgeber einbringt: AKTIV im Norden

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Wie ein Student eigene Ideen beim Arbeitgeber einbringt


Mit schwerem Herzen muss Michael Falkenberg sich vorübergehend aus der Welt des Anlagenbaus für Schiffe verabschieden. „Jetzt ist wirklich erst mal meine Bachelor-Arbeit dran“, sagt der angehende Wirtschaftsingenieur.

Denn bei seinem Arbeitgeber SAM Electronics in Hamburg hat der duale Student längst Feuer gefangen. Vor allem eines hat es ihm angetan: „Compass“, das neue Intranet, an dem er in den letzten Monaten intensiv mitgearbeitet hat. „Das Projekt macht so viel Spaß, dass es schwer ist, die Finger davon zu lassen.“

Und der Compass ist ihm quasi in den Schoss gefallen. Anfang vergangenen Jahres, als der 23-Jährige ins Qualitätsmanagement von SAM Electronics wechselte, hatte Bereichsleiter Bernd Manthey gerade ein Projekt gestartet. Das In­tranet sollte von Grund auf neu konzipiert werden, um das Know-how der einzelnen Mitarbeiter besser miteinander zu vernetzen. „Und so bin ich in dieser Abteilung geblieben. Ursprünglich waren nur drei Monate geplant“, erzählt Falkenberg.

Sein Einsatz hat sich gelohnt. „Das Besondere ist, dass das Intranet dem Prozess von der Bestellung über die Auslieferung bis zur Servicephase entspricht“, erklärt er.

Der Clou daran: die Mitmach-Funktion. „Jeder kann Inhalte aktualisieren oder ergänzen, ähnlich wie bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia.“ So wird das Intranet auch viel aktueller. Falkenberg durfte von Anfang an dabei sein, als Bereichsleiter Manthey und dessen Mitarbeiter Gerald Meyer das neue Intranet mit Leben füllten. „Wir haben die verschiedenen Abteilungen intensiv eingebunden“, erzählt er.

Beispielsweise wünschten sich die Kollegen eine Weltzeituhr – was prompt umgesetzt wurde. „Ich hatte sehr große Freiheiten und konnte viele eigene Ideen einbringen“, sagt der Student. Das neue Tool erleichtert den rund 650 SAM-Mitarbeitern die tägliche Arbeit für anspruchsvolle Reedereien und Werften auf der ganzen Welt.

Für Kapitäne und Passagiere

Falkenberg ist fasziniert von der Schiffselektronik. Schließlich ist die Brücke eines Schiffs ebenso mit Technik vollgestopft wie ein Flugzeugcockpit. SAM sorgt mit seinen Systemlösungen dafür, dass auf dem Meer alles glattläuft. Kapitäne greifen darauf zurück, wenn sie den Kurs festlegen und verfolgen. Aber auch die Offiziere, wenn sie beispielsweise die Maschine steuern, Drücke, Temperaturen und die Elektrik überwachen.

Oder wenn Versorgungsschiffe beim Bau von Bohrinseln exakt eine festgelegte Position einhalten müssen. Oder wenn auf Kreuzfahrtschiffen die Passagiere in der Boutique bargeldlos bezahlen. Oder, oder, oder ...

In der Freizeit Mannschaftssport

Viel Freizeit hatte Falkenberg in den vergangenen Monaten nicht, denn wie bei allen dualen Studenten ist auch seine Ausbildung eng getaktet. „Ich würde es trotzdem immer wieder so machen, denn ich verdiene eigenes Geld und habe viel Praxis“, meint er.

Sobald sich allerdings mal ein wenig Zeit findet, läuft er Marathon oder spielt „ultimate Frisbee“, eine laufintensive Mannschaftssportart.

Auf die Reaktion der SAM-Mannschaft ist er in diesen Tagen gespannt. Denn dann wird das neue Intranet endlich scharf geschaltet. „Ich bin total neugierig, wie Compass bei den Mitarbeitern ankommt“, sagt Falkenberg.

Bis es so weit ist, beschäftigt er sich in der Theorie mit seiner Leidenschaft: Die Bachelorarbeit dreht sich – wie sollte es anders sein – um Intranet-Konzepte.

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Schlagwörter: Ausbildung

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22763 Hamburg

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