Viele Besucher, ein Studienpreis und ein schwimmendes Klassenzimmer: AKTIV im Norden

Menschen zwischen Ems und Oder

Viele Besucher, ein Studienpreis und ein schwimmendes Klassenzimmer


Zukunftstag bei Mercedes und Meyer

Wie baut man eigentlich ein Auto? Und wie kommt es, dass ein Schiff aus Eisen nicht sofort versinkt? Antworten auf solche und ähnliche Fragen gab es im März beim jährlichen Zukunftstag, an dem Schülerinnen und Schüler einen Tag lang in verschiedene Berufe hineinschnuppern konnten. Im Norden nahmen unter anderem die Meyer Werft und die Mercedes-Werke in Bremen und Hamburg an der Aktion teil.

Auf der Meyer Werft wurden die Kinder zunächst von Ausbildungschef Matthias Hartmann begrüßt. Danach ging es in ein „Schwimmendes Klassenzimmer“, in dem die Schüler Gelegenheit hatten, sich durch physikalische Versuche mit den Grundlagen des Schiffbaus vertraut zu machen.

Bei Mercedes gab es eine Führung durch die Produktion und kleine Stationen, an denen die Jugendlichen ihr praktisches Geschick beweisen konnten.

Foto: Werk
Foto: Werk

Nordmetall verleiht Studienpreis

Seit 21 Jahren ist es an der Nordakademie in Elmshorn Tradition, den Absolventen ihre Zeugnisse in einem festlichen Rahmen zu überreichen. Auch diesmal war die Aula der Hochschule wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Den mit 1.500 Euro dotierten Nordmetall-Studienpreis erhielt Finn Homfeldt (links, mit Nordmetall-Pressesprecher Peter Haas), der mit der Gesamtnote 1,2 der beste der 258 Studierenden war. Seit Gründung der Akademie 1993 haben über 4.000 junge Menschen hier ein Studium abgeschlossen.

Ungewöhnliches Doppel-Jubiläum

Achim. Über 200 Beschäftigte arbeiten aktuell beim Schuhmaschinen-Spezialisten Klöckner Desma, und gleich zwei von ihnen feierten kürzlich ihr 40-jähriges Betriebsjubiläum. Geschäftsführer Klaus Freese: „Das kommt selbst bei uns selten vor, obwohl wir eine sehr niedrige Personal-Fluktuation haben. Die Erfahrung der alten Hasen ist für das Unternehmen enorm wichtig.“

Den Anfang machte Monteur Günther Selmikat, der Mitte der 70er-Jahre eine Ausbildung zum Elektroanlagen-Installateur in dem Maschinenbaubetrieb absolvierte. Anschließend wurde er in die Elektro-Montage übernommen, wo er bis heute geblieben ist. Der Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Installation von Industrierobotern für die Produktionsanlagen des niedersächsischen Unternehmens.

Sein Kollege Peter Schlieszies begann seine Zeit bei Desma mit einer Ausbildung zum technischen Zeichner. Danach wurde er als technischer Zeichner im Konstruktionsbereich eingesetzt. Nach einer Weiterbildung zum „staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik“ arbeitet Schlieszies heute in der Abteilung Steuerungstechnik und ist dort für die Pneumatik-Steuerung der Desma-Anlagen zuständig.

Das Unternehmen wurde 1946 gegründet und zählt mit rund 20 Azubis zu den wichtigsten Ausbildungsbetrieben der Region. Der Jahresumsatz liegt bei 35 Millionen Euro, die zu über 90 Prozent aus dem Export kommen.

Faszination Technik: Schülerinnen bei PAG Nordenham. Foto: Werk
Faszination Technik: Schülerinnen bei PAG Nordenham. Foto: Werk

Alles über Flugzeugbau

Spannende Einblicke in die Arbeits- und Berufswelt der Luftfahrt-Industrie gab es beim diesjährigen Zukunftstag von Premium Aerotec. Rund 40 Schülerinnen und Schüler besuchten die Standorte der Airbus-Tochter in Norddeutschland. Am Ende bekamen alle etwas zum Mitnehmen: In Varel fertigten die Jugendlichen im kommunalen Ausbildungszentrum, in das Premium Aerotec seine Azubis entsendet, einen praktischen Garderobenhaken aus Metall. Und in Nordenham konnten die Schüler in der Ausbildungswerkstatt einen kleinen Mobiltelefonhalter in Form eines Stuhls aus Aluminium bauen. 

Foto: Veranstalter
Foto: Veranstalter

Airbus-Läufer beim Hamburg-Marathon

Über 16.500 Laufbegeisterte standen am Start, als Anfang Mai die 29. Ausgabe des Hamburg-Marathons stattfand. Unter ihnen waren auch zahlreiche Betriebssportler aus Unternehmen der norddeutschen Metall- und Elektro-Industrie.

Eine der größten Mannschaften kam aus der Leichtathletik-Sparte der Sportgemeinschaft Airbus, die mit rund 40 Mitgliedern angetreten war. Schnellster männlicher Läufer war Christian Decker (Jahrgang 1971) mit einer Zeit von knapp unter drei Stunden. Kein Zufall – er war einer der offiziellen „Pacemaker“, die für andere Läufer ein bestimmtes Tempo vorgeben.

Schnellste weibliche Läuferin aus der Airbus-Truppe war Karin Nentwig (Jahrgang 1959), die nach drei Stunden und neun Minuten ins Ziel kam.

Foto: Werk
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Siemens ermöglicht Juniorprofessur

Der Siemens-Konzern und Siemens Wind Power unterstützen künftig eine Juniorprofessur an der Technischen Uni Hamburg-Harburg. Die Hochschule kann so ihre Lehr- und Forschungsaktivitäten rund um erneuerbare Energien ausbauen. Das Bild zeigt (von links) Uni-Präsident Garabed Antranikian mit Siemens-Manager Markus Tacke, Karsten Danziger von NXP Semiconductors und Hamburgs Bildungssenatorin Dorothee Stapelfeldt.

Foto: Werk
Foto: Werk

Sieben auf einen Streich …

Gleich sieben Mitarbeiter von KS Gleitlager feierten kürzlich ihr 25-jähriges Jubiläum in dem Papenburger Unternehmen. Werkleiter Heinbert Langner dankte den Beschäftigten und überreichte ihnen bei einer Feierstunde ein kleines Präsent. Unser Bild zeigt die Jubilare Marion Brossmann, Wilfried Plawer, Martin Müller, Bernhard Müller, Theo Jongebloed, Friedhelm Walker und Harm Lalk gemeinsam mit einigen Kollegen.

Nachgefragt

Wird Deutschland in Brasilien Fußball-Weltmeister?

Am 12. Juni beginnt die Fußball-WM. Wir wollten von unseren Lesern wissen, wie sie Deutschlands Chancen beurteilen.

Foto: Kirchhof
Foto: Kirchhof

Sven Schreiber (56), Lagerfacharbeiter aus Bad Oldesloe:

„Offen gestanden bin ich kein leidenschaftlicher Fußball-Fan und daher auch kein wirklicher Experte auf diesem Gebiet. Aber ich glaube schon, das Deutschland ziemlich weit vorn landen wird. Platz zwei halte ich für durchaus realistisch. Der WM-Pokal wird allerdings am Ende wohl an ein anderes Land gehen. Ich tippe auf Brasilien.“

Foto: Bahlo
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André Schäfer (56), Lackiermeister aus Bremen

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die deutsche Mannschaft in diesem Jahr den Titel holen wird. Wir haben eine super Mannschaft mit einem guten Trainer. Die Einstellung der Jungs stimmt, und außerdem sind wir mal wieder dran, den Titel zu holen.“

Foto: Bahlo
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Ian Radcliffe (54), Industriemeister aus Südafrika, derzeit in Bremen:

„Normalerweise interessiere ich mich vor allem für Rugby, aber da ich gerade zu einer Fortbildungsmaßnahme bei meinen Kollegen im Bremer Mercedes-Werk bin, verfolge ich auch die Ereignisse im Fußball mit Interesse. Ich glaube, die Deutschen haben in Brasilien eine reelle Chance, zumindest unter die letzten vier Mannschaften zu kommen. Neben Brasilien, Spanien und den Niederlanden zählt Deutschland für mich zu den aussichtsreichsten Favoriten bei dieser WM.“

Foto: Kirchhof
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Birte Fischer (49), Montagefachkraft aus Bad Oldesloe:

„Ich habe mal ein Vereinsheim geleitet, schon allein deshalb interessiere ich mich sehr für Fußball und werde die Weltmeisterschaft auf jeden Fall im Fernsehen verfolgen. Was allerdings die Chancen unserer Mannschaft angeht, bin ich nicht so optimistisch wie einige meiner Kollegen. Ich glaube, Deutschland wird bestenfalls auf dem vierten Platz landen. Unser Bundestrainer Jogi Löw hatte diesmal keine gute Hand bei der Aufstellung. 

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