Steuer-Quote steigt Jahr um Jahr: AKTIV im Norden

Steuern

Steuer-Quote steigt Jahr um Jahr


Der persönliche Rentenfreibetrag bleibt aber bis zum Tod gleich hoch

2005 hat der Einstieg in die nachgelagerte Besteuerung der gesetzlichen Rente begonnen: Seitdem steigt der steuerpflichtige Anteil der Altersrente immer weiter an (dafür können Berufstätige aber einen immer größeren Anteil ihrer Rentenbeiträge von der Steuer absetzen). Wer also 2012 in Rente geht, muss einen höheren Anteil versteuern als jemand, der schon 2011 in Rente gegangen ist – und weniger als jemand, der erst 2013 in Rente gehen wird. Ab 2040 müssen die Renten dann voll versteuert werden. Welche Quote für welchen Jahrgang gilt, zeigt Ihnen die Tabelle rechts.

Der jeweilige Prozentsatz wird benötigt, um den ganz persönlichen Rentenfreibetrag zu errechnen, der dann bis zum Tod gleich bleibt. Das Verfahren ist etwas knifflig, da die meisten Menschen ja nicht genau am 1. Januar in Rente gehen und auch Rentenerhöhungen eine Rolle spielen können. Die Deutsche Rentenversicherung erklärt das mit folgendem fiktiven Beispiel:

Ein Arbeitnehmer bezieht nach Vollendung des 65. Lebensjahres seit September 2009 eine Altersrente aus der Deutschen Rentenversicherung in Höhe von 1000 Euro monatlich, Anfang Juli 2010 steigt diese Rente auf 1.100 Euro. Die Steuer-Quote für den Neurentner-Jahrgang 2009 beträgt 58 Prozent. Berechnet wird der Rentenfreibetrag aber erst auf Basis des ersten abgeschlossenen Kalenderjahres: 2010 fließen insgesamt 12.600 Euro Rente, davon sind 58 Prozent steuerpflichtig, also 7.308 Euro. Als Rentenfreibetrag ergeben sich damit 5.292 Euro.

Dieser Freibetrag ist dann aber auf Dauer festgeschrieben – und deshalb steigt mit jeder normalen Rentenerhöhung die Steuerlast.

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback