So gigantisch wird die neue Super-Brücke für Hamburg: AKTIV im Norden

140 Meter in den Himmel

So gigantisch wird die neue Super-Brücke für Hamburg


Kommt sie, oder kommt sie nicht? Das war jahrelang die Frage, wenn es um die geplante Hamburger „Hafenquerspange“ ging, die die Autobahn A 7 mit der A 1 verbinden soll. Nun könnte der Bau endlich losgehen, denn seit Mitte Mai gibt es einen Entwurf für die erforderliche Brücke über die Süderelbe.

Das Konzept ist aus einem internationalen Realisierungswettbewerb hervorgegangen. Insgesamt beteiligten sich zwölf Ingenieurbüros, unter anderem aus Kanada, Großbritannien, Slowenien, Dänemark und Deutschland. Die meisten Teilnehmer entschieden sich für eine Schrägseil-Konstruktion wie bei der benachbarten Köhlbrandbrücke, die seit 1974 das Hafengebiet auf der Elbinsel Wilhelmsburg mit der A 7 verbindet.

Am Ende siegte der Entwurf einer Arbeitsgemeinschaft von drei Büros aus Kopenhagen (Dissing+Weitling), Stuttgart (SBP GmbH) und Hamburg (WTM Engineers). Das Team entwarf eine sogenannte integrale Schrägseilbrücke, die auffallend schlank gestaltet ist und gute Chancen hat, zu einem neuen Wahrzeichen von Hamburg zu werden.

140 Meter hohe Masten sollen die Seile der Konstruktion halten

Die lichte Durchfahrthöhe der Brücke beträgt 53 Meter, die maximale Spannweite rund 350 Meter, und die zwei Pylone, an denen die Tragseile hängen, sollen sogar 140 Meter in den Himmel ragen – 5 Meter mehr als bei der Köhlbrandbrücke. Die Gesamtlänge der Konstruktion wird bei etwa 540 Metern liegen.

Die Brücke soll das Herzstück der geplanten Hafen-Autobahn A 26 werden, die im Bereich Stade (Niedersachsen) schon teilweise fertig ist. Bis 2019 könnte diese Autobahn dann auf Hamburger Gebiet an die A 7 angeschlossen sein, so die Planung von Verkehrs­senator Frank Horch.

Geplant wird die A 26 durch den Hafen von einer Projektentwicklungsgesellschaft des Berliner Bundesverkehrsministeriums. Der Bund hätte, da es um eine Autobahn geht, auch die Baukosten für die neue Brücke zu übernehmen. Sie werden auf 176 Millionen Euro veranschlagt. Wann die Bagger anrollen, ist allerdings derzeit noch offen.

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