Nordic Yards baut Mega-Plattform : AKTIV im Norden

Größter Einzelauftrag der Werftgeschichte

Nordic Yards baut Mega-Plattform

David und Goliath: Die neue Plattform im Vergleich zum Brandenburger Tor. Montage: Werk

Verglichen mit ihr wirkt das Brandenburger Tor in Berlin wie eine Laube in Opas Schrebergarten. Die Plattform „Dolwin Gamma“, die demnächst in den Hallen von Nordic Yards entstehen soll, hat gewaltige Dimensionen: Sie wird höher sein als ein zehnstöckiges Hochhaus und schwerer als 80 vollgetankte Airbus-Jets.

Dolwin Gamma ist eine sogenannte Tochterplattform, die künftig 900 Megawatt Windstrom aus der Nordsee in das deutsche Netz einspeisen wird – genug Energie für etwa 480.000 Privathaushalte.

Die 55 Meter breite Plattform besteht aus zwei Komponenten: dem Fundament am Meeresboden und der über der Wasseroberfläche sichtbaren Topside. In ihr sind die eigentliche Umspanntechnik von Alstom sowie die Werkstätten mit Wohn- und Maschinenräumen untergebracht.

Die Topside wird im Meer auf ihrem Fundament installiert und schiebt sich anschließend über ein Hydrauliksystem selbstständig aus dem Wasser. Danach steht die Umspann-Plattform rund 20 Meter über der Wasseroberfläche und fast 50 Meter über dem Fundament.

„Wir sind ein Teil der Energiewende“

Auftraggeber ist der Alstom-Konzern, der die Windpark-Anbindung für den Netzbetreiber Tennet baut. Das Gesamtvolumen für die Plattform und die Übertragungskabel liegt laut Nordic Yards bei über 1 Milliarde Euro. Zum Auftrag gehören neben der Fertigung der Plattform erstmals auch das komplette Paket der Basis- und Detailplanung sowie der Transport und die Installation auf See.
Dolwin Gamma ist bereits die vierte Konverterplattform im Auftragsbuch der ostdeutschen Werftengruppe.

Auch das klassische Werftgeschäft läuft derzeit rund bei Nordic Yards. Im Auftragsbuch stehen ein Wartungsschiff für Offshore-Windparks sowie zwei eisbrechende Rettungs- und Bergungsschiffe für das russische Transportministerium.

Geschäftsführer Vitaly Yu-sufov sieht sein Unternehmen „für die Zukunft bestens aufgestellt“ und will auch künftig auf regenerative Energien setzen: „Wir sind als maritimer Systemintegrator ein fester Bestandteil der deutschen Energiewende und freuen uns schon sehr auf das Projekt mit Alstom.“


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23966 Wismar

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