Neuer Milliarden-Auftrag für die Meyer Werft: AKTIV im Norden

Papenburger bauen zwei Schiffe mit sauberem Antrieb

Neuer Milliarden-Auftrag für die Meyer Werft

Guter Kunde: Für Aida baute Meyer bereits einige Schiffe, darunter die „Stella“. Foto: dpa

Gute Nachrichten für die Zulieferer und die rund 3.000 Mitarbeiter der Meyer Werft. Das Papenburger Unternehmen hat einen Doppel-Auftrag an Land gezogen, der dem Vernehmen nach ein Gesamtvolumen von mehr als 1 Milliarde Euro hat.

Der Auftrag beinhaltet den Bau von zwei neuen Kreuzfahrtschiffen für die Rostocker Reederei Aida Cruises. Die Ozeanriesen werden nach Angaben aus Papenburg die größten je in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffe sein.

Die zwei neuen Schiffe sollen 2019 und 2020 abgeliefert werden. Sie haben eine Kapazität von jeweils 2.500 Kabinen und damit ausreichend Platz für fast 5.000 Passagiere.

Zum Vergleich: Die bislang größten in Papenburg gefertigten Neubauten waren die Schiffe der Quantum-Klasse für knapp 4.200 Passagiere, die Meyer für die US-Reederei Royal Carribbean International gebaut hatte.

Der aktuelle Aida-Auftrag ist auch aus anderen Gründen ein echter Meilenstein für die Meyer Werft: Die Schiffe werden – weltweit einmalig – zu 100 Prozent mit LNG (Flüssig-Erdgas) fahren und daher weder Schwefeloxide noch Rußpartikel ausstoßen.

Neben den Neubauten, die nun in Papenburg entstehen, werden laut Carnival Corporation zwei weitere Luxusliner am finnischen Meyer-Standort Turku gebaut. Auch diese Schiffe sollen mit flüssigem Erdgas fahren.

Sie werden allerdings noch größer als die aktuellen Aida-Aufträge für Papenburg: Mit einer Kapazität von 6.600 Passagieren baut Meyer Turku damit die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt.


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