Neuer Ausbildungsberuf: Fachkraft für Metalltechnik: AKTIV im Norden

Ausbildungs-Tipp

Neuer Ausbildungsberuf: Fachkraft für Metalltechnik


Gelernt ist gelernt: In der Draht-Industrie werden bald Fachkräfte für Metalltechnik eingesetzt. Foto: Augustin

Ob Teilezurichter, Drahtzieher, Federmacher oder Kabeljungwerker: Diese zum Teil über 70 Jahre alten Berufe gehören bald der Vergangenheit an. Ab August gehen sie im neuen zweijährigen Ausbildungsberuf „Fachkraft für Metalltechnik“ auf.

In bestimmten Industriezweigen haben die Altberufe zwar bis heute eine gewisse Bedeutung. So ist der Drahtzieher in der Draht-Industrie nach wie vor gefragt, und auch die Ausbildung zum Teilezurichter absolvierten im Jahr 2011 immerhin noch mehr als 2.000 junge Leute.

Doch Sven-Uwe Räß, Leiter des Bereichs Berufsbildung beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall, stellt klar: „Im Rahmen der Neuordnung war es wichtig, den ausbildenden Unternehmen eine Alternative für diese Altberufe anzubieten.“

Sie alle finden sich in der „Fachkraft für Metalltechnik“, die sich in vier Fachrichtungen aufteilt, wieder. Der Zweig „Draht- und Umformtechnik“ bildet beispielsweise Inhalte des früheren Drahtziehers ab, die Pfade „Montagetechnik“ oder „Zerspanungstechnik“ nehmen den Altberuf des Teilezurichters auf. Die vierte Fachrichtung ist die Konstruktionstechnik.

Der Bedarf in der Wirtschaft für solche zweijährigen Lehrberufe ist groß

Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Damit ist die Fachkraft für Metalltechnik nach dem Maschinen- und Anlagenführer und dem Industrie-Elektriker der dritte neue zweijährige Ausbildungsberuf in der Metall- und Elektro-Industrie.

Der Bedarf in der Wirtschaft für solche zweijährigen Lehrberufe ist groß. Allein seit Bestehen des Maschinen- und Anlagenführers wurden bundesweit mehr als 20.000 Ausbildungsverträge für den Beruf abgeschlossen.

Für Sven-Uwe Räß ist die neue Ausbildung eine Chance zum Einstieg in die Berufswelt in der Metall- und Elektro-Industrie. „Sie ist neben den bisherigen Berufen der Metall-Indus­trie ein zusätzliches Angebot an die Ausbildungsplatzbewerber. Und nach erfolgreichem Abschluss stehen den Absolventen alle Karrierewege offen.“

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