Kunstaktion in der Werkhalle und viele neue Azubis: AKTIV im Norden

Menschen zwischen Ems und Oder

Kunstaktion in der Werkhalle und viele neue Azubis


Industrie-Malerei bei Stryker

Ungewöhnliche Kunstaktion in der Werkshalle

Die Fertigung von Stryker Trauma in Schönkirchen bei Kiel war die letzte Station eines ausgefallenen Projekts, für das der Künstler Tobias Duwe zehn Betriebe im Norden besuchte. In jedem Werk stellte er seine Staffelei auf und malte einige Bilder.

Pro Firma entstanden im Schnitt fünf Gemälde. Sie sind noch bis zum 20. Oktober in der Merkur-Galerie der Kieler Industrie- und Handelskammer (IHK) zu sehen.

„Die Herausforderung lag darin, die Atmosphäre aus der Arbeitswelt auf die Leinwand zu übertragen“, so Duwe. Das Projekt habe ihm sowohl für die Malerei als auch für das Verständnis heutiger Fertigungsverfahren viel gebracht. „Teils arbeiten die Betriebe sehr handwerklich, teils sehr industriell und modern.“

Die Themenpalette reichte vom Spatenschmied bis zum medizinischen Hightech-Betrieb. Duwe: „Für diese Erfahrung bin ich der IHK und ihren Mitgliedsfirmen sehr dankbar.“

Erster Tag: Die Azubis in der Fertigung von Still. Foto: Werk

Neue Azubis bei Still

„Bester Ausbildungsbetrieb Hamburgs“

Der Intralogistik-Konzern Still begrüßte kürzlich 29 neue Azubis in seinem Hamburger Werk. Das Unternehmen, das in diesem Jahr mit dem Titel „Hamburgs bester Ausbildungsbetrieb“ ausgezeichnet wurde, bildet in der Hansestadt gegenwärtig 96 junge Menschen aus. 16 von ihnen durchlaufen einen dualen Studiengang. Hinzu kommen insgesamt 80 Nachwuchskräfte der 14 anderen Still-Ausbildungsstandorte in ganz Deutschland. Weltweit beschäftigt Still rund 7.000 Menschen.

Foto: Werk

Take-off an vier Airbus-Standorten

Flugzeugbauer begrüßt seine Nachwuchskräfte in Norddeutschland

An den vier Deutschland-Standorten des Flugzeugherstellers Airbus (Hamburg, Bremen, Stade, Buxtehude) begann kürzlich das Berufsleben von rund 300 Auszubildenden und dualen Studenten. Rund 27 Prozent davon sind nach Angaben des Unternehmens Frauen – eine deutliche Steigerung im Vergleich zu 2012. Damals lag der Frauenanteil bei etwa 24 Prozent.

Bei Airbus in Hamburg (Bild) wurden insgesamt 147 gewerblich-technische Azubis und 50 duale Studenten begrüßt. Zu der feierlichen Zeremonie kam auch Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe, der den jungen Leuten alles Gute für die Zukunft wünschte.

Foto: Werk

Nachwuchs für Leoni Special Cables

Fünf junge Leute begannen kürzlich ihre Ausbildung bei Leoni Special Cables in Friesoythe. Im technischen Bereich werden Oliver Tiedeken und Niklas Withake-Nappe zum Elektroniker für Betriebstechnik sowie Jens Backhaus zum Industriemechaniker ausgebildet. Ihre Kollegen Nathalie Korporal und Maik Preut machen eine kaufmännische Ausbildung.

Leoni ist ein weltweit tätiger Anbieter von Drähten, optischen Fasern, Kabeln und Kabelsystemen sowie zugehörigen Dienstleistungen für den Automobilbereich und andere Industrien.

Foto: Werk

Forschungspreis für zwei junge Ingenieure

Die Ingenieure Eugen Solowjow (Zweiter von links) und
André Gooßen (Zweiter von rechts) von der Technischen Universität Hamburg-Harburg haben unlängst den mit insgesamt 6.000 Euro dotierten „Preis der Metall- und Elektroindustrie 2013“ erhalten. Die Auszeichnung für junge Forscher wurde bereits zum 27. Mal von der Nordmetall-Stiftung vergeben.

Foto: Werk

Erster Arbeitstag für Azubis in Achim

Auch in diesem Sommer begrüßte der Schulmaschinen-Hersteller Klöckner Desma wieder mehrere Nachwuchskräfte in seinem Betrieb. Diesmal waren es sechs junge Männer in sechs verschiedenen Berufen: Bastian Schröder (duales Studium Mechatroniker), Philipp Schön (Industriekaufmann), Julian Dombrowski (Elektroniker), Dominik Klein (Zerspaner), Marco Behrens (Industriemechaniker) und Julian Vonau (Elektroniker).

Doppeljubiläum bei Weser-Metall

Seit 25 Jahren im Betrieb

Gleich zwei Jubilare wurden kürzlich bei Weser-Metall in Nordenham gefeiert. Die Mitarbeiter hatten beide am 1. September 1988 ihre Ausbildung in dem Werk begonnen und sind der Firma bis heute treu geblieben. Dafür dankte die Geschäftsführung des Unternehmens den beiden Mitarbeitern in einer kleinen Feierstunde.

Grit Münzberg wurde damals zur Chemielaborantin ausgebildet und arbeitet nach wie vor im Labor der niedersächsischen Bleihütte.

Harry Rebmann machte eine Ausbildung als Industriemechaniker und ist heute als Betriebsschlosser in der Instandhaltung des Produktionsbetriebs tätig.
Das Traditionsunternehmen Weser-Metall beschäftigt rund 270 Mitarbeiter und liefert etwa ein Drittel der deutschen Bleiproduktion.

Nachgefragt

Sammeln Sie etwas?

Die Deutschen gelten als ein Volk von Sammlern. Früher war vor allem die Briefmarke das Objekt der Begierde, heute sind es eher CDs, DVDs, Bücher und Nippes. Auch im Norden wird begeistert gesammelt, wie wir von unseren Lesern erfuhren.

Foto: Kirchhof

Daniel Allzeit (34), Konstruktionsmechaniker aus Rostock

„Ich habe einen ganzen Schrank mit Fußball-Trikots, 250 bis 300 Stück. Mit einem Trikot von FC Hansa Rostock fing es an, heute besitze ich über 50 verschiedene Hansa-Exemplare. Daneben sammle ich bevorzugt Trikots der englischen Nationalelf und von Manchester United. Eines meiner Kronjuwelen ist das 100-Länderspiele-Shirt von David Beckham.“

Foto: Schwandt

Dirk Bitkowski (42), Zerspaner aus Kavelstorf

„Zum ersten Werbe-Truck bin durch meine Frau gekommen. Das ist über zehn Jahre her. Sie wollte mir unbedingt etwas vom Flohmarkt mitbringen. Als das Mini-Ding vor mir stand, hat es mich gepackt. Mittlerweile zieren mehrere Hundert Modelle unsere Regale zu Hause. Die meisten sind Brauerei-Lkws, dabei trinke ich gar kein Bier.“

Foto: Kirchhof

Annika Dinter (32), Industriemechanikerin aus Kaltenkirchen

„Ich sammle Wolle – und zwar in allen Farben und Varianten. Natürlich nicht einfach nur so, sondern um etwas daraus zu häkeln. Angefangen hat das vor drei Jahren, als ich Mutter wurde. Seither habe ich schon etliche Topflappen, Halstücher, Anhänger und Schals produziert, und es macht immer noch Spaß.“

Foto: Kirchhof

Heinrich Libera (57), Monteur aus Hamburg

„Ich habe vor etwa 30 Jahren angefangen, Bierdosen zu sammeln. Am Ende hatte ich in meinem Hobbykeller fast 700 Stück stehen. Außerdem habe ich Gabelstapler-Modelle gesammelt, die alle in einem eigens gebauten Plexiglas-Schrank standen. Mittlerweile habe ich mich aber von alledem getrennt, weil es einfach zu viel Platz in Anspruch nahm.“

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback