Kleine Beträge flugs begleichen: AKTIV im Norden

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Kleine Beträge flugs begleichen

Online-Kauf: Was Sie über Bezahldienste wissen sollten

Wahrscheinlich ist es Ihnen auch schon passiert: Im Internet soll für diesen Artikel oder jenen Song ein kleiner Betrag fällig werden – und der Verkäufer bietet für die Bezahlung ein paar seltsame Logos an. „Clickandbuy“ taucht da etwa auf oder „Giropay“, „Paypal“ – und so fort: Etliche Bezahldienste konkurrieren inzwischen um die Abwicklung solcher Mini-Geldtransfers (Micro-Payments).

Eine Übersicht wichtiger Anbieter finden Sie ab sofort in unserem Internet-Angebot: Online-Käufe schnell bezahlen

Ganz ohne Aufwand sind die Dienste nicht zu nutzen: Man muss sich zum Beispiel bei Click & Buy registrieren, bei Paypal ein Konto einrichten – oder das Glück haben, dass die Hausbank mit Giropay zusammenarbeitet.

Treuhand-Service inklusive

Natürlich muss, wer einen Bezahldienst nutzen will, diesem zunächst seine Bankdaten anvertrauen. Die sind damit aber eben nur an einer Stelle hinterlegt – und müssen nicht bei jeder Bezahlung auf womöglich obskuren Web-Seiten neu eingegeben werden.

Arbeitet nun ein Online-Händler mit einem Bezahldienst zusammen, bei dem man sich angemeldet hat, dann klickt man einfach nach dem Kauf auf das entsprechende Logo. Meist identifiziert man sich danach mit dem selbst gewählten Passwort – fertig! Der Internet-Händler bekommt dann sein Geld vom Bezahldienst, dieser holt es sich vom Konto oder der Kreditkarte des Kunden zurück. Die Kosten des doppelten Transfers trägt in aller Regel der Händler.

„Einige Anbieter haben sogar eine Treuhand-Funktion“, betont Annabel Oelmann, Leiterin Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Das heißt, dass der Kunde sein Geld zurückbekommt, falls der Händler nicht liefert.“

Verschiedene Systeme

Damit bieten diese Bezahlsysteme zwar einige Vorteile für Online-Einkäufer. Das Problem: Nicht jeder Händler arbeitet mit jedem System zusammen. Und die Systeme funktionieren auch nicht alle gleich – so buchen sie beispielsweise die ausstehenden Beträge zu ganz unterschiedlichen Terminen ab.

„Ein ,besser’ oder ,schlechter’ gibt es da oft nicht“, weiß Oelmann. Sie empfiehlt, nur auf Bezahlsysteme zu setzen, deren Funktionsweise man selbst wirklich begriffen hat. Man sollte nicht nur auf Sicherheits-Siegel oder Zertifikate schielen: „Eine Garantie können auch sie nicht geben“, sagt die Fachfrau.

Zwar mit TÜV-Zertifikat, aber umstritten ist ein Anbieter namens „Sofortüberweisung“: Hier müssen Kunden Passwort (PIN) und Transak-tionsnummern (TAN) ihrer Hausbank nutzen – geheime Daten also, die man auf Seiten Dritter eigentlich nie eingeben darf! Oelmann warnt: „Solange die Haftungsfrage un-geklärt ist für den Fall, dass diese Daten missbraucht werden, raten wir ab.“


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