Kanonendonner, Jubilare und eine Auszeichnung: AKTIV im Norden

Menschen zwischen Ems und Oder

Kanonendonner, Jubilare und eine Auszeichnung


Bei Schottel wurden selbst gebaute Kanonen eingeweiht

Wer drei Jahre lang an einem Werkstück fräst, schweißt und feilt und das alles nach Feierabend, der darf es am Ende auch mal richtig krachen lassen. Und genau das passierte kürzlich in Wismar. Die Akteure der Arbeitsgemeinschaft Kanonenbau, die hauptberuflich beim Schiffsantrieb-Spezialisten Schottel arbeiten, weihten mit einem kräftigen Salut zwei neue Geschütze ein.

Die beiden 93-Millimeter-Kanonen sind echte Schwergewichte. Jede wiegt 630 Kilo, da auch die Lafetten, auf denen die Rohre ruhen, komplett aus Metall bestehen. Die Kanonen selbst entstanden aus einer tonnenschweren Schiffsschraubenwelle, die für ihren eigentlichen Zweck nicht mehr eingesetzt werden konnte.

Die Schottel-Mitarbeiter sind in Sachen Kanonenbau keine Anfänger. Vor einigen Jahren hatten sie bereits zwei funktionstüchtige Reling-Geschütze angefertigt, die seit 2006 auf der Kogge „Wissemara“ installiert sind.

Foto: IHK/Zimmermann
Foto: IHK/Zimmermann

Zwei ehemalige Azubis von Sterling Sihi ausgezeichnet

Über einen doppelten Erfolg können sich die Ausbildungsbeauftragten von Sterling Sihi in Itzehoe freuen. Gleich zwei ihrer ehemaligen Schützlinge wurden von der Industrie- und Handelskammer (IHK) für überdurchschnittliche Leistungen bei der Abschlussprüfung 2013 geehrt.

Eine der Auszeichnungen ging an Sandra Block, die bei Sterling Sihi zur Industriekauffrau ausgebildet worden war. Die zweite Auszeichnung erhielt ihr junger Kollege Philipp Hahn, der eine Mechatroniker-Lehre in dem Unternehmen gemacht hatte.

IHK-Vizepräsidentin Ines Kitzing gratulierte den frischgebackenen Fachkräften (Foto) und überreichte jedem eine Urkunde. Die Betriebe, in denen die geehrten Prüfungsteilnehmer ausgebildet wurden, erhielten ebenfalls eine Urkunde.

Der Pumpenhersteller Sterling Sihi beschäftigt in Itzehoe rund 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat eine Ausbildungsquote von etwa 10 Prozent und bietet außerdem die Möglichkeit eines dualen Studiums an.

Foto: Werk
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Sieben Jubilare bei KS Gleitlager

Jubilare gibt es es regelmäßig in fast jedem Unternehmen, aber dass auf einen Streich gleich sieben Mitarbeiter ihr 35-jähriges Dienstjubiläum feiern, ist doch eher selten. Bei KS Gleitlager in Papenburg war es kürzlich so weit. Frank Schwarzer, Günter Feldmann, Abram Tammen, Gerd Stürmann, Hans-Hermann Schröder, Hans Kassens und Wilhelm Brelage (von links) sind alle schon seit Ende der 70er-Jahre dabei. Werkleiter Heinbert Langner dankte den Jubilaren für ihre treuen Dienste in der Firma und überreichte ihnen ein kleines Präsent.

Foto: Werk
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Top-Azubi bei Premium Aerotec in Varel

Große Freude bei Ausbilder Jens Gröne (rechts) von Premium Aerotec in Varel. Sein früherer Azubi Eike Coordes wurde als Niedersachsens bester Auszubildender im Bereich Zerspanungsmechanik ausgezeichnet. Im Ausbildungszentrum Varel werden bis zu 160 junge Leute – rund 40 Lehrlinge je Jahrgang – in verschiedenen Berufen ausgebildet.

Foto: Werk
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Wachwechsel bei Waskönig+Walter

Nach rund 36 Jahren beim Saterlander Kabelhersteller Waskönig+Walter wurde Franz Speer (Mitte, mit den Geschäftsführern Michael Waskönig, links, und Stefan Nestler) in den Ruhestand verabschiedet. Speer war zunächst in der Finanzbuchhaltung tätig und leitete später das Finanz- und Rechnungswesen sowie den Personalbereich. Er will der Firma auch künftig als Beiratsmitglied verbunden bleiben.

Foto: Werk
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Astrium-Preis für Bremer Studentin

Zum zweiten Mal verlieh die EADS-Tochter Astrium kürzlich den Spacelab-Preis, der für exzellente Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten in den Bereichen angewandte Raumfahrttechnik und Forschung unter Schwerelosigkeit vergeben wird.

Astrium hatte die Auszeichnung 2010 zum 25-jährigen Jubiläum der ersten deutschen Spacelab-Mission ins Leben gerufen. Er ist mit insgesamt 12.000 Euro dotiert und wird in Kooperation mit deutschen Raumfahrt-Universitäten und -Hochschulen ausgeschrieben.

Unter den acht Preisträgern war auch Bianca Reinhardt von der Uni Bremen (im Bild mit Laudator Detlef Wilde, Director ISS & Exploration Development bei Astrium). Ihre Arbeit untersucht die Möglichkeit einer Landeplattform für planetare Missionen mittels Sandwich-Strukturen aus Aluminium und Honigwaben-Strukturen zur Schockminderung beim Aufprall.

Foto: Werk
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Großzügige Spende für soziale Zwecke

Wie man aus der Not eine Tugend machen kann, zeigte Danfoss Power Solutions in Neumünster. Die Firma, die bis September 2013 noch Sauer-Danfoss hieß, brauchte nach der Namensänderung nicht nur neue Briefvorlagen und Visitenkarten, sondern auch neue Give-aways. Die alten wurden den Mitarbeitern angeboten – im Tausch gegen eine kleine Spende für die Tafel Neumünster.

Die Tassen, Krawatten und Regenschirme mit dem alten Logo gingen weg wie warme Semmeln. Stolze 1.328 Euro kamen so zusammen. Die Mads und Bitten Clausen Stiftung des dänischen Mutterkonzerns verdoppelte die Summe auf 2.656 Euro. Unser Bild zeigt Standortleiter Manfred Zill (Mitte) mit Reinhard Beneke und Christina Arpe von der Tafel Neumünster bei der Übergabe des Schecks.

Alle Mann an Bord: Das neue Spielzeug auf dem Kita-Gelände. Foto: Werk
Alle Mann an Bord: Das neue Spielzeug auf dem Kita-Gelände. Foto: Werk

Spielschiff für Kids

Ein halbes Jahr arbeiteten die Azubis der Meyer Werft gemeinsam mit ihren Kollegen von der Johannesburg GmbH an ihrem Werk, dann war es fertig: ein buntes Schiff mit sechs Meter Länge, das nun auf dem Spielplatz der Werft-Kita aufgestellt wurde. Die Kinder waren begeistert.

Alpincenter-Verlosung: Das sind die Gewinner

Fünf mal zwei Karten inklusive Ausrüstung für das Alpincenter Wittenburg-Hamburg gab es in unserer November-Ausgabe zu gewinnen, und das sind die Gewinner: Olaf Großmann aus Altenholz-Klausdorf, Anke Gebauer aus Dummerstorf, Sandra Austermann aus Wilhelmshaven, Malin Gerdes aus Gristede und Rolf Moennich aus Bremen. Wir gratulieren und wünschen viel Spaß!

Nachgefragt

Gehen Sie noch ins Kino?

Kino boomt, zumindest in Deutschland. Im Jahr 2012 kauften insgesamt 135,1 Millionen Besucher eine Eintrittskarte – fast sechs Millionen mehr als im Vorjahr. Wir wollten daher von unseren Lesern wissen, ob sie die Filmbegeisterung teilen.

Foto: Bahlo
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Edda Ross (35), Personalleiterin aus Bremen

„Na klar, ich gehe sogar ziemlich regelmäßig ins Kino, etwa zweimal im Monat. Es hängt natürlich immer ein bisschen davon ab, was momentan läuft und ob es an der Kasse noch Karten gibt. Von Herz-Schmerz über Komödien bis Action sehe ich mir alles an. Besonders gerne mag ich Filme mit Bruce Willis.“

Foto: Bahlo
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Fabian Ulrich (29), Fachkraft für Technik aus Bremen

„Ich gehe eigentlich gar nicht ins Kino. Zum einen fehlt mir die Zeit dafür, zum anderen finde ich es auch zu teuer. Ich warte lieber, bis die Filme in den Handel kommen, und sehe mir dann zu Hause die DVDs an. Vor allem skandinavische Komödien finde ich klasse. Die sind so herrlich schräg.“

Foto: Kirchhof
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Sven Gawlitza (46), Mechaniker aus Seth

„Im Kino bin ich nur noch ganz selten. Das liegt nicht unbedingt an den Filmen, aber es ist einfach zu teuer geworden. Bei den großen Produktionen zahlt man Aufschläge für 3-D und Überlänge, und wenn man dann noch Cola und Popcorn kauft, wird man richtig geschröpft. Außerdem nervt mich die lange Werbung vor dem Film.“

Foto: Kirchhof
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Saskia Schmidt (40), Marketing- und PR-Referentin aus Norderstedt

„Eigentlich bin ich immer gern ins Kino gegangen, aber in letzter Zeit ist es deutlich seltener geworden. Das liegt einerseits an den hohen Kosten, andererseits aber auch daran, dass ich zwei halbwüchsige Kinder habe. Mit denen gehe ich ab und zu auch ins Kino, aber natürlich nur, wenn geeignete Filme laufen.“

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