In Rostock geht die ?Sonne? auf: AKTIV im Norden

Nord vor Ort

In Rostock geht die „Sonne“ auf


Neptun Werft baut neues Tiefseeforschungsschiff

Die deutschen Meeresforscher dürfen sich freuen. Die Rostocker Neptun Werft baut das neue Tiefseeforschungsschiff „Sonne“. In Warnemünde soll das 124 Millionen Euro teure Objekt vom Stapel laufen. Heimathafen wird Wilhelmshaven sein.

Den Zuschlag für das Projekt erhielten die Tiefseeforschungsschiff GmbH – ein Zusammenschluss der Meyer Werft Papenburg (das ist der Mutterkonzern der Neptun Werft) und der Reederei RF Forschungsschifffahrt Bremen. Noch in diesem Sommer sollen die entsprechenden Verträge unterzeichnet werden.

Die technischen Daten: Mit einem Tiefgang von sechseinhalb Metern soll das Schiff etwa 112 Meter lang und 20 Meter breit sein. Für Wissenschaftler werden dann rund 34 Kabinen mit 40 Betten und für die Besatzung 32 Kabinen mit rund 35 Betten zur Verfügung stehen.

Für Wissenschaft und Gesellschaft relevant

Im Jahr 2008 hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit den Küstenländern Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen den Bau der Sonne vereinbart. „Die deutsche Meeresforschung erhält mit dem Neubau des Forschungsschiffes eine der weltweit modernsten Arbeitsplattformen“, sagt Bundesfor­schungs­ministerin Annette Schavan.

Es werde helfen, wissenschaftlich und gesellschaftlich relevante Fragen zu beantworten – wie zum Beispiel in der Klimaforschung, in der Versorgung mit marinen Rohstoffen oder bezüglich der Artenvielfalt in der Tiefsee. Haupteinsatzgebiete des Schiffs sollen der Indische und Pazifische Ozean sein.

Ihr Vorgänger, die alte Sonne, wird 2015 außer Fahrt gehen. Mehr als 35 Jahre lang machten Meereswissenschaftler mit ihr Expeditionen. Im Jahr 1969 ursprünglich als Fischereischiff konstruiert, wurde sie 1977 zum Forschungsschiff umgebaut.

Tis

 

Artikelfunktionen


Unternehmen in diesem Artikel

Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback