In der Freizeit Breakdance: AKTIV im Norden

Porträt

In der Freizeit Breakdance


Bremen. Caner Özgüvenc hat viele Talente. Beim Unternehmen A. Weidelt Systemtechnik richtet er fahrbare Fernmeldecontainer der Bundeswehr mit elektronischen Geräten ein, fährt den Gabelstapler und hat als Sanitäter schon so manchem Kollegen Erste Hilfe geleistet.

Die A. Weidelt Systemtechnik im Bremer Stadtteil Hemelingen ist in einer speziellen Nische sehr erfolgreich unterwegs. Ihre 70 Mitarbeiter bauen komplexe Elektronik und Präzisionsgeräte in fahrbare Einheiten wie Lkws oder Container ein.

Özgüvenc berichtet: „Wir arbeiten auch für die Polizei und den Katastrophenschutz.“ Der 31-Jährige fühlt sich wohl in seinem Unternehmen. Doch die Arbeit zeigt nur eine der vielen Seiten des türkischstämmigen Bremers.

Denn nach Feierabend tauscht er den Blaumann gegen ein hippes Outfit. Dann wird er zu „Cino“. Unter seinem Künstlernamen ist er in der Breakdance- und Hip-Hop-Szene der Hansestadt und in ganz Norddeutschland bekannt.

Erst Boxen, dann Tanzen

Sein größter sportlicher Erfolg liegt zwar schon ein paar Jahre zurück, dennoch kann er sich sehen lassen. „Ich war 2003 Weltmeister im Breakdance“, sagt Cino.

Und sportlich war er schon immer. Bis zu seinem 14. Lebensjahr hat er geboxt und brachte es sogar bis zum Bremer Vizemeister in der Klasse bis 60 Kilogramm. Aber schon damals galt seine eigentliche Liebe dem Tanz, genauer: dem akrobatischen Hip-Hop.

1996 gründete er mit Freunden im Bremer Stadtteil Oslebshausen die Gruppe „Unique North Style“. Acht junge Männer unterschiedlicher Nationalitäten tobten sich beim Breakdance aus, wurden schnell ziemlich gut und räumten sieben Jahre lang einen Preis nach dem anderen ab.

Absoluter Höhepunkt ihrer Karriere war der Auftritt bei der Hip-Hop-WM im Jahr 2003 in Bremen. Gegen starke Konkurrenz gewann die Crew den Weltmeistertitel. Im Jahr darauf wurden die Freunde Vizeweltmeister.

Halt und jede Menge Selbstbewusstsein

„Hip-Hop hat mir viel gegeben, mir den geraden Weg ins Leben gezeigt“, sagt Caner „Cino“ heute. Manchmal denkt er heute noch, dass er vielleicht ohne seinen Sport abgestürzt und an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden wäre. „So hat mir Hip-Hop Halt und jede Menge Selbstbewusstsein gegeben“, fügt er zu.

Mit ihren Tanzstücken haben es die Jungs sogar ins Fernsehen gebracht, sie waren als Komparsen im ARD-Film „Lieber Liebe“ mit dabei.

Inzwischen hat Cino seinen sportlichen Wirkungskreis auf die Trendsportart Breakball verlegt, eine Unterart des Hip-Hops. Auch dabei tanzen die Akteure ausgelassen akrobatisch, haben aber stets einen Ball dabei: www.youract.de

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