Das größte Containerschiff in der Geschichte des Hamburger Hafens: AKTIV im Norden

CMA CGM Antoine de Saint Exupéry

Das größte Containerschiff in der Geschichte des Hamburger Hafens

Logistik-Riese: Das Containerschiff "Antoine de Saint Exupery" der Reederei CMA CGM beim Einlaufen in den Hamburger Hafen. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die meisten Hamburger lagen noch im tiefen Schlummer, als der Riese in ihren Hafen kam. An einem Donnerstag Mitte März Punkt 4.30 Uhr war es dann so weit: Die 400 Meter lange und 59 Meter breite „CMA CGM Antoine de Saint Exupéry“ wurde am Burchardkai vertäut, und die Entladung konnte beginnen.

Die „Exupery“ ist das größte Containerschiff, das je den Hamburger Hafen angelaufen hat. Sie hat eine maximale Ladekapazität von 20.776 Standardcontainern (TEU) und schlägt damit den bisherigen Rekordhalter „Munich Maersk“ (20.568 TEU), die 2017 erstmals in der Hansestadt war.

Das erste Containerschiff kam vor 50 Jahren nach Hamburg

Der Besuch des französischen Schiffs fällt in ein historisches Jahr. Vor 50 Jahren, am 31. Mai 1968, legte das erste Containerschiff im Hamburger Hafen an. Damals noch mit einer Ladekapazität, die heute allenfalls für Zubringerdienste taugt: 1.200 Container.

Damit begann eine Revolution der Logistik, die alles veränderte, auch für die Hafenarbeiter. Während eine 18-köpfige Crew damals maximal 80 Tonnen Stückgut pro Schicht bewegen konnte, schaffte ein neunköpfiges Brückenteam dank Containern in der gleichen Zeit bis zu 2.000 Tonnen. Die erste Containerbrücke am Burchardkai bewältigte höchstens 18 Blechboxen pro Stunde, heute doppelt bis dreimal so viele.

Bei dem jetzigen Besuch des Schiffs sollen 7.000 Container, die unter anderem mit Textilien und Elektronik gefüllt sind, gelöscht werden, anschließend werden 4.000 Container geladen. Sehr viel mehr geht nicht, da das Schiff dann massive Probleme bei seiner Rückfahrt über die Elbe hätte – immerhin hat es voll beladen einen Tiefgang von 16 Metern.

Ein Jahr nach dem „Baggerverbot“ durch das Leipziger Bundesverwaltungsgericht hat die Stadt deshalb nun einen neuen Versuch unternommen, die Elbvertiefung durchzusetzen. Der Senat setzt dabei auf eine Ergänzung des Planfeststellungsverfahrens und hofft auf eine positive Entscheidung.


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