Wimmelbuch für Mitarbeiter, Spende für Taubenretter und Austausch-Programm für Autobauer: AKTIV im Norden

Menschen zwischen Ems und Oder

Wimmelbuch für Mitarbeiter, Spende für Taubenretter und Austausch-Programm für Autobauer


Die eigene Firma als Wimmelbuch

Auf der letzten Belegschaftsversammlung von Manitowoc Cranesgab es eine ganz besondere Überraschung für die Mitarbeiter des Wilhelmshavener Kranherstellers: ein Wimmelbuch mit Bildern und Szenen aus ihrem Arbeitsalltag, aufwendig gezeichnet und gedruckt in einer Auflage von 3.000 Stück.

Die Idee dazu stammt von Markus Seebeck, der das Personalwesen leitet: "Wir haben die schöne Tradition, dass die Personalabteilung zu Weihnachten gemeinsam mit dem Betriebsrat eine kleine Überraschung an die Belegschaft verteilt. Vor einiger Zeit gab es zum Beispiel einen Schoko-Kalender mit Kranmotiv, und 2017 hatte ich die Idee mit dem Wimmelbuch."

Der Betriebsrat war begeistert, und so machte man sich auf die Suche nach einem Verlag und einem Zeichner. Seebeck: "Mit dem sind wir durchs Werk gegangen und haben Motive gesucht. Wenig später kamen die ersten Entwürfe, und als alles fertig war, wurde das Buch gedruckt."

Ein Teil der Auflage ging an regionale Kitas, die sich sehr gefreut haben. Das Timing ist perfekt, denn das Wimmelbuch feiert in diesen Wochen ein kleines Jubiläum - die erste Ausgabe des Kinderbuch-Klassikers erschien vor 50 Jahren.

Austausch-Programm fördert den Blick über den Tellerrand

Vor 40 Jahren lief im Bremer Stadtteil Sebaldsbrück der erste Pkw von Mercedes-Benz vom Band. Nun feierte das Werk die Produktion des achtmillionsten Fahrzeugs. Ein Meilenstein, der vor allem ein Verdienst der Belegschaft ist, wie der Standortverantwortliche Peter Theurer sagt: "Die acht Millionen Pkws stehen stellvertretend für die Leistung der Mannschaft, angefangen mit dem damaligen T-Modell über die ersten Roadster bis zu der heutigen C-Klasse und dem GLC."

Die magische Millionen-Marke wurde – anders als in vergleichbaren Fällen in früheren Jahren – nicht mit einem Jubiläumsfahrzeug, sondern mit einer eigenen Kampagne gefeiert. Unter dem Motto „Dein Gesicht für 8 Millionen“ konnten sich Mitarbeiter mit ihrer persönlichen Geschichte in acht Kategorien bewerben, die das Werk charakterisieren. Diese reichen von produktionsnahen Themen wie Industrie 4.0 und Flexibilität bis hin zu kulturellen Aspekten wie Vielfalt, Mitarbeiter der ersten Stunde, Lernende Fabrik oder Talente von morgen.

Um Zukunftsfragen ging es auch bei einem branchenübergreifenden Austauschprogramm, an dem Mitarbeiter vom Bremer Mercedes-Werk gemeinsam mit Beschäftigten aus anderen Betrieben teilnahmen. Das Projekt mit dem Namen „CROSS“ (Competence Rotation Over Several Sectors) wurde entwickelt, um die Kooperationsfähigkeit der Mitarbeiter zu stärken, neue Erfahrungen in einer anderen Unternehmenskultur zu ermöglichen und Veränderungsbereitschaft zu fördern.

Das Programm wurde von der Jacobs University wissenschaftlich begleitet und beinhaltete neben einem dreimonatigen Praxiseinsatz in einem der Partner-Unternehmen auch gemeinsame Qualifizierungs- und Workshoptage. Für die Durchführung wurden sowohl junge als auch erfahrene Mitarbeiter ausgewählt, um die erfolgreiche Zusammenarbeit in generationenübergreifenden Teams zu fördern.

Foto: Augustin
Foto: Augustin

"Kollege mit Herz 2017" überreicht Scheck

Bei der Abstimmung zur dritten Staffel unserer Aktion "Kollege mit Herz" gingen die meisten Stimmen an den Ingenieur Konstantin Kallergis von Airbus in Bremen. Nun hat er seinen 1.000-Euro-Scheck an den gemeinnützigen Verein "Stadttaubenprojekt Bremen" übergeben, der gegründet wurde, um die Lebensbedingungen der Tauben zu verbessern. Der Verein hat etwa 250 Unterstützer und sorgt dafür, dass die Tauben sich nicht von Abfällen ernähren müssen. Zudem gibt es zehn Pflegestellen, in denen verletzte oder verhungernde Vögel unterkommen, außerdem leisten die Mitglieder Aufklärungsarbeit gegenüber falschen Vorurteilen. Ziel ist die Einrichtung eines betreuten Taubenschlages zur artgerechten Fütterung und Populationskontrolle gemeinsam mit der Stadt Bremen. Kallergis: "Ich finde die unermüdliche Leistung der jungen Leute vom Stadttaubenprojekt für diesen zu Unrecht vielgescholtenen Vogel bewundernswert und freue mich, sie dabei unterstützen zu können."

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