Wie zerlegt man eigentlich ein Schiff?: AKTIV im Norden

Technisch gesehen

Wie zerlegt man eigentlich ein Schiff?


Der Bau und Transport der „Graf Goetzen“, aus der später die „Liemba“ wurde, war im Jahr 1913 eines der größten Abenteuer der deutschen Werftgeschichte. Das 67 Meter lange Schiff musste so konstruiert werden, dass man es nach der Fertigstellung auf der Meyer Werft wieder zerlegen und in 5.000 Kisten verpacken konnte. Eine Pioniertat, für die es kein Vorbild gab.

Träger brachten die Teile ans Ziel

Die Papenburger fanden eine Lösung, die technisch relativ simpel war, wie Jochen Zerrahn erzählt. Der ehemalige Chefingenieur der Meyer Werft hat die Liemba zweimal in Afrika besucht und sie dabei gründlich in Augenschein genommen.

Zerrahn: „Um die Demontage zu ermöglichen, wurden die Teile zunächst verschraubt. Erst am Tanganjikasee wurde alles vernietet. Insgesamt brauchte man dafür 160.000 Nieten.“

Zu diesem Zweck war in Kigoma eigens eine kleine Werft gebaut worden, die auch heute noch genutzt wird. Sie war das Ziel der rund 5.000 Kisten, in die man alle Teile gepackt und via Hamburg nach Daressalam verschifft hatte.

Hier sollten die Kisten auf einen Zug verladen und über eine Entfernung von rund 1.000 Kilometern zum Tanganjikasee gebracht werden. Soweit der Plan, aber der hatte einen Haken, wenn es stimmt, was verschiedene Chronisten berichten. Die Bahnlinie war noch nicht ganz fertig, daher mussten die Schiffsteile alle noch einmal in kleinere Kisten umgepackt und von einheimischen Trägern ans Ziel gebracht werden.

Mehr zur turbulenten Geschichte der "Liemba" lesen Sie hier auf aktivimnorden.de

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Schlagwörter: Produktion

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