Wie Malte Kristan durch das Projekt ?Nordchance?seinen Traumjob fand: AKTIV im Norden

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Wie Malte Kristan durch das Projekt „Nordchance“seinen Traumjob fand

Als wir Malte Kristan Ende 2010 für eine Reportage in AKTIV im Norden zum ersten Mal trafen, war er noch ein anderer. Schüchtern und etwas verloren stand er mit seinen 17 Jahren auf dem riesigen Gelände von ThyssenKrupp Marine Systems. Heute trägt er das Logo der Kieler Werft stolz auf dem Blaumann und gehört zum Team.

Es war ein langer, harter Weg, aber er hat es geschafft. Sein Ausbilder Jörg Bock sagt über ihn: „Der Junge konnte schon laufen, aber aufrecht gehen, das hat er hier gelernt.“

Und seitdem läuft’s richtig gut: Anfang 2015 erhielt der 21-Jährige seinen Gesellenbrief, als Anlagenmechaniker im Rohrbau der U-Boot-Werft. Danach gab es zu Maltes Ehren eine große Party mit Freunden und Familie. „Die sind alle mächtig stolz auf mich“, sagt er.

Vor vier Jahren noch hätte er sich das nie träumen lassen. Damals war Malte frustriert und ohne Hoffnung. Er suchte nach der Realschule zwei Jahre lang nach einer Lehrstelle, machte eine Berufsvorbereitung, aber irgendwie klappte es nicht.

Doch dann hörte er von „Nordchance“, einem Angebot des Arbeitgeberverbands Nordmetall für Jugendliche, die Hilfe bei der Ausbildungsplatz-Suche brauchen. ThyssenKrupp Marine Systems gehörte zu den ersten Betrieben, die für dieses Projekt Praktikums- und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellten. Mit Erfolg: 24 junge Männer haben in den letzten Jahren ihre Chance bei dem Unternehmen bekommen, nur drei von ihnen stiegen vorzeitig aus.

Vor dem Praktikum absolvieren die Teilnehmer einen Orientierungslehrgang. In diesen vier Monaten geht es nicht nur um Mathe und Deutsch, sondern auch darum, im Team zu arbeiten, pünktlich zu sein und mit Kritik klarzukommen.

Maltes Ziel war früh klar: Der gebürtige Kieler will eine Ausbildung und übernommen werden. Im Praktikum kann er in alle Bereiche der Werft reinschnuppern. Der Rohrbau gefällt ihm am besten. „Da durfte ich schon als Praktikant mit anpacken und musste nicht nur fegen.“ Malte strengt sich an – und bekommt den ersehnten Ausbildungsvertrag.

Das nächste Ziel ist bereits anvisiert

Schon im ersten Lehrjahr merkt er, wie sehr ihm das Praktikum genutzt hat. „Ich konnte anderen Azubis, die frisch von der Schule kamen, helfen. Das war ein tolles Gefühl.“

Aber es gab auch frustrierende Erlebnisse. Als Einziger seines Jahrgangs kann Malte die Ausbildung nicht verkürzen. Ein Notenschnitt von 2,4 hätte gereicht – Malte schafft „nur“ eine 2,5. „Die anderen Azubis hatten alle Abitur“, relativiert Ausbilder Bock. „Maltes Leistung war unter dem Strich wirklich gut.“

Bock ist beeindruckt, wie souverän Malte den Rückschlag weggesteckt hat. Der junge Mann wirkt rundum glücklich. Und auch das nächste Ziel ist schon angepeilt: Malte will den Techniker machen, noch mal zwei Jahre die Schulbank drücken und ganz raus aus dem Betrieb. Ausbilder Bock sieht ihn wohlwollend an: „Wir werden uns sicher nicht aus den Augen verlieren.“


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