Wie ein Maschinenschlosser Heavy Metal und Familie unter einen Hut bringt: AKTIV im Norden

Begegnung mit …

Wie ein Maschinenschlosser Heavy Metal und Familie unter einen Hut bringt


Ambitioniert: Der 52-jährige BVI-Vorarbeiter mag seinen Job und ist begeisterter Radrennfahrer. Foto: Augustin

Viel hätte nicht gefehlt, und die Karriere von Dierk Harrie (52) wäre ganz anders verlaufen. Nach einem Gespräch beim Berufsberater wollte er als 16-Jähriger eigentlich Maschinenschlosser werden, aber es gab keine Lehrstelle. Daher lernte er Dreher und trat danach eine Zivildienst-Stelle in der Altenpflege an.

Häuschen in Halstenbek

„An dieser Arbeit hatte ich so viel Freude, dass ich ernsthaft überlegte, Altenpfleger zu werden“, erzählt er. Die miserable Entlohnung ließ ihn jedoch bei seinem Lehrberuf bleiben, und Harrie fing bei HDW an.

Heute ist er froh über diese Entscheidung. „Verdienst, Schichtarbeit und Belastung in der Pflegebranche stehen schließlich in keinem Verhältnis.“ Und nach 28 Jahren bei Blohm + Voss macht ihm der Job immer noch Spaß. Als Vorarbeiter steht er allerdings nicht mehr selbst an den Maschinen, sondern er sorgt dafür, dass alles reibungslos läuft.

Seine Tattoos auf dem rechten Arm ließ der 1,90 Meter große Hüne sich als Jugendlicher stechen. „Wilde Sachen“, sagt er und lacht. Der Heavy-Metal-Fan ist längst Familienvater und lebt mit Frau und Kindern im eigenen Haus ziemlich zahm in Halstenbek.

Nur mit dem Rennrad, da dreht er noch immer richtig auf. Eines seiner Highlights ist die „Vätternrundan“, die mit 300 Kilometern Länge und 20.000 Teilnehmern größte Amateurrundfahrt der Welt. „In der Mittsommernacht umrunden die Radler den Vätternsee in Schweden“, erklärt Harrie. „Ein fantastisches Erlebnis.“

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback