Wasserstoff aus Windstrom: Hamburg hat jetzt die modernste und kompakteste Anlage der Welt: AKTIV im Norden

Energiewende

Wasserstoff aus Windstrom: Hamburg hat jetzt die modernste und kompakteste Anlage der Welt

Spannende Einblicke: Umweltsenator Jens Kerstan (links) bei der Einweihung. Foto: JWF

Auf den ersten Blick wirkt die Anlage in Hamburg-Reitbrook unspektakulär, aber für Fachleute ist sie momentan eines der spannendsten Projekte in Sachen Energiewende. Sie wandelt „grünen Strom“ in Wasserstoff und könnte so helfen, überschüssige Energie zu speichern.

Die „Power to Gas“-Anlage, die im Oktober anlief, gilt als weltweit modernste und gleichzeitig kompakteste Installation ihrer Art. Sie arbeitet mit einem speziellen Elektrolyse-Verfahren, das deutlich effizienter ist als herkömmliche Methoden.

Damit ist sie nach Ansicht von Hamburgs Unweltsenator Jens Kerstan „ein wichtiger Baustein für die Energiewende“, denn sie könnte die immer noch ungelöste Speicher-Frage klären. Bislang nämlich wird in norddeutschen Wind- und Solar-Anlagen oft mehr Strom erzeugt als verbraucht. Im Süden Deutschlands wiederum gäbe es Bedarf für diese Energie, aber der Transport scheitert am lückenhaften Netz.

Die Umwandlung in Wasserstoff könnte das ändern. Das Gas lässt sich speichern oder direkt ins Erdgasnetz einspeisen.

Die Hamburger Elektrolyse-Anlage ist ein Prototyp und wurde eigens für das „Windgas“-Projekt in Reitbrook entwickelt. Die gesamte Technik passt in einen 2,50 Meter hohen 40-Fuß-Container.

Bauherr ist ein Konsortium, dem neben dem Stromversorger Eon verschiedene Partner aus Industrie und Wissenschaft angehören. Die Investitionssumme liegt bei insgesamt 13,5 Millionen Euro.


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