Warum staatliche Preisregulierung kein Segen ist: AKTIV im Norden

Kommentar

Warum staatliche Preisregulierung kein Segen ist


Das Weihnachtsfest hat zwar noch nicht begonnen, aber die Politik, die ihre Wähler gern an die wohltätige Brust nimmt, hat bereits etliche Geschenke in petto. Dabei geht es vor allem um das Thema Geld.

Die Managergehälter sollen auf das 20- oder 30-Fache der Durchschnittsgehälter der Belegschaft begrenzt werden. Jeder, der in unseren Metropolen leben möchte, soll mit der Mietpreisbremse beglückt werden. Staatliche Preisregulierung unten, staatliche Preisregulierung oben.

In der Tendenz soll niemand zu wenig und niemand zu viel Geld bekommen oder zahlen müssen. In der Tendenz läuft das auf die gerechteste aller Ideen hinaus, nämlich: Alle haben Arbeit zum gleichen Lohn, alle zahlen die gleiche Miete, alle fahren das gleiche Auto. Ist das wirklich gerecht?

„Wer Sebastian Vettel als Werbeträger will, soll ihn bezahlen“

Wer setzt eigentlich die Preise für Fußball-Stars, Hotelzimmer, Manager, Flugtickets oder ein Kilo Kartoffeln fest? Gibt es eine staatliche Preisbehörde?

Oder wie kommt es, dass in der Sahara ein Liter Wasser vom durstigen Wanderer mit 100 Euro und in den nassen Niederlanden mit einem Cent bezahlt würde?

Der Markt macht den Preis! Wer in München City wohnen will, muss eben zahlen. Auf dem Land stehen die Wohnungen leer. Wer Sebastian Vettel als Werbeträger will, muss ihn bezahlen, wahrscheinlich das 1.000-Fache dessen, was seine Monteure verdienen.

Das hat mit Arbeitszeit und Aufwand nichts zu tun; das sind keine Stundenlöhne, sondern Marktpreise.

Und bei den Mindestlöhnen? Da gibt es auch den Markt, denn der Markt sind wir alle. Der Tankwart ist schon weg, weil wir nicht bereit sind, ihm 1 Cent pro Liter zu gönnen. Die Kassiererin ist morgen weg, wenn auf Selbstscannen umgestellt wird, wie heute schon im gelben Möbelhaus.

Summa summarum: Hände weg von der staatlichen Preisbildung!

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback