Vom Lehrer zum Schüler: AKTIV im Norden

Neues MINT-Programm

Vom Lehrer zum Schüler


Bremen. Ralf Precht nimmt einen Spezialpinsel und trägt ein wenig chemische Lösung auf eine Flugzeug-Landeklappe auf. „Mit diesem sogenannten Aktivator bereiten wir lackierte Oberflächen auf, sodass Klebstoff darauf hält“, erklärt der Airbus-Prozessmanager.

Begeisterung im Unterricht weitergeben

Precht ist mit Michaela Gutsch unterwegs, Lehrerin für Chemie und Französisch. Heute schlüpft sie in die Rolle der Schülerin und lässt sich von Precht zeigen, wie es im Arbeitsbereich der Landeklappenfertigung zugeht.

Sie ist eine von 20 Pädagogen aus 15 Bremer Schulen, die beim Flugzeugbauer Airbus erfahren wollen, wie Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz: MINT – angewendet werden.

„MINT for Ing“ heißt die Initiative, zu der Wirtschaft und Bildungsbehörde des Landes Bremen aufgerufen haben.  Ziel ist es, Lehrern Einblicke in die tägliche Arbeitswelt zu geben, MINT-Projekte zwischen Schulen und

Unternehmen zu fördern und Interesse für Technik zu wecken.
„Wir sehen die Lehrer als Multiplikatoren und hoffen, dass sie von unserer Arbeit begeistert sind und diese Begeisterung auch an ihre Schüler weitergeben“, sagt der Personalchef des Bremer Airbus-Werks, Mark Keuneke.

Fachkräfte besuchen Schulen

Zwar habe sein Werk keine Probleme, geeignete Bewerber für die Lehrstellen zu finden, dennoch gelte auch für Airbus: Der Schüler von heute ist der Mitarbeiter von morgen. Ein Grund mehr, die Initiative mit Kräften zu unterstützen.  

Das Pilotprojekt will nicht nur Lehrer in Betriebe, sondern auch Praktiker in die Schulen bringen. Sie sollen Unterrichtsprojekte unterstützen, den Jugendlichen aus dem betrieblichen Alltag erzählen und Tipps zur Bewerbung geben.

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