Umfrage: Die Geschäftslage in den Metall- und Elektro-Betrieben hat sich verschlechtert: AKTIV im Norden

„Die Gans im Ofen war schon mal fetter“

Umfrage: Die Geschäftslage in den Metall- und Elektro-Betrieben hat sich verschlechtert

Die Hoffnung auf einen Aufschwung der norddeutschen Metall- und Elektro-Industrie im zweiten Halbjahr 2014 hat sich nicht erfüllt. Die Geschäftslage hat sich im Jahresverlauf verschlechtert. Die Zahl der Unternehmen, die zu dünne Auftragsbücher haben und weitere Rückgänge erwarten, ist höher als im Frühjahr 2014.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter den „M+E-Arbeitgebern im Norden“. Dieses Bündnis von Nordmetall, AGV Nord und fünf weiteren Arbeitgeberverbänden im Norden hatte bei rund 650 Unternehmen mit insgesamt gut 150.000 Beschäftigten nach der konjunkturellen Lage gefragt.

„Ganze 10 Prozent unserer Firmen sind von der Positiv- auf die Negativseite gewechselt“, kommentierte Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch die Ergebnisse der Befragung. „Das zeigt: Nicht nur die Stimmung, auch die Lage hat sich bei zahlreichen Unternehmen eingetrübt.“

Die Auslastung der Kapazitäten unterschreite den zehnjährigen Jahresdurchschnitt von 87,1 Prozent. Im Durchschnitt der Betriebe würde der Auftragsbestand nur für drei Monate Arbeit reichen.

Lambuschs Fazit: „Weihnachten muss deswegen nicht unbedingt ausfallen, aber die Gans im Ofen war schon mal deutlich fetter.“

Ein Grund für die geringe Auslastung ist die schwache Konjunktur in Italien und Frankreich. „81 Prozent unserer Mitglieder liefern ins Ausland“, so Lambusch. „Der Export ist für unsere Industrie lebenswichtig.“


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