Studenten gehen mit einem Windauto ins Rennen: AKTIV im Norden

Junge Konstrukteure

Studenten gehen mit einem Windauto ins Rennen


Siegesgewiss: Das Team „Baltic Thunder“. Drei Quadratmeter groß ist die Fläche des Windrades. Foto: privat

Kiel. Felix Mund ist nervös. Nur noch wenige Tage, dann geht er mit seinem Team „Baltic Thunder“ wieder beim Windautorennen „Racing ­Aeolus“ im niederländischen Den Helder an den Start.

Der Maschinenbaustudent, der gerade seine Masterarbeit schreibt, gehört seit eineinhalb Jahren zum Team. Das Projekt „Baltic Thunder“ aber besteht schon seit 2008. Damals entwickelten Studenten und Professoren der Fachhochschule Kiel erstmals ein Fahrzeug, das ausschließlich durch Windenergie angetrieben wird.

Damit traten sie in Den Helder gegen studentische Teams aus ganz Europa an. Die Kieler hatten ein Gefährt kons­truiert, das seine Energie über ein Windrad gewinnt. Ein Getriebe überträgt die Kraft auf die Antriebsachse. „Endlich sahen die Studenten, wie sich ihre Berechnungen in der Praxis auswirken“, so der Kieler Professor Alois Schaffarczyk.

Kontakte zu Unternehmen knüpfen

Das Fahrgestell und die Rotorblätter ließen die Studenten von Firmen sowie in der Werkstatt der FH Kiel fertigen. Das Löten und Zusammenbauen der Teile übernahmen sie selbst. „Was man dabei lernt, geht über die üblichen Studieninhalte hinaus: Projektplanung, praktische Materialkunde und natürlich die Arbeit im Team“, so Maschinenbaustudent Mund. Ganz nebenbei werden Kontakte zu Unternehmen geknüpft.

Die Erfahrungen aus den Rennen fließen in das nächste Auto ein. Die mittlerweile fünfte Version wartet mit neuem Antriebsstrang, neuer Messtechnik und optimierten Rotorblättern auf. Damit muss sich „Baltic Thunder“ im diesjährigen Wettlauf gegen sieben Teams aus fünf Ländern durchsetzen. Gewonnen haben die Kieler schon jetzt: „Viele praktische Erfahrungen“, freut sich Mund.

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