Staatsknete ohne Arbeit für alle Bürger?: AKTIV im Norden

Bedingungsloses Grundeinkommen

Staatsknete ohne Arbeit für alle Bürger?


Das bedingungslose Grundeinkommen bleibt eine Utopie

Neu ist sie nicht, die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen, aber seit dem jüngsten Parteitag der Piraten wird sie wieder diskutiert. Was steckt dahinter?

Das Prinzip: Jedem Bürger wird eine Summe bis zu 1.000 Euro pro Monat gezahlt, und zwar ohne irgendeine Bedingung. Die Kranken- und Rentenversicherung gibt es gratis obendrauf. Im Gegenzug entfallen alle Sozialabgaben und Sozialleistungen mitsamt der dafür notwendigen Bürokratie.

Was ist dran an dieser Idee? Unstreitig brächte der Wegfall der Sozialbürokratie große Einsparungen mit sich. Die Arbeitskosten wären frei von Sozialabgaben, das Netto der Arbeitnehmer würde steigen und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe ebenfalls.

Die Befürworter glauben zudem, dass die vom Leistungsdruck befreiten Menschen sich ihre Arbeit dann nach Belieben aussuchen oder einen kreativen Müßiggang pflegen könnten. Außerdem hätte man mehr Zeit für ehrenamtliche Aufgaben.

Aber wie finanziert man das? Das „Bürgergeld“, wie es auch heißt, kommt vom Bürger – im Zweifel über höhere Steuern. Viele Menschen hätten also unter dem Strich nichts davon.

Obendrein drohen Gerechtigkeitslücken. Denn wenn ein junger, gut ausgebildeter Mann die gleiche Summe erhielte wie etwa eine 60-jährige, inzwischen berufsunfähige Frau, wäre das für die Gesellschaft der „sozialen Gerechtigkeit“ kaum zu ertragen.

Auch die Folgen für die Arbeitsmoral wären fatal, denn niemand wäre mehr für sich selbst verantwortlich. Die Zahl der Beschäftigten nähme ab und damit die Zahl der Steuerzahler; die Zahl der Empfänger aber würde wachsen und wachsen.

Fazit: Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens klingt gut, aber realistisch ist sie nicht.

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