So werden Rohre im Meer verlegt: AKTIV im Norden

Lloyd Werft baut ein 200 Meter langes Spezialschiff

So werden Rohre im Meer verlegt


Bremerhaven. Diese Nachricht dürfte die Belegschaft der Lloyd Werft in Jubelstimmung versetzt haben: Das Unternehmen hat einen Auftrag zum Bau eines großen Spezialschiffs erhalten, das Ende 2014 ausgeliefert werden soll. Der Auftragswert liegt nach inoffiziellen Angaben bei über 100 Millionen Euro.

An der„Ceona Amazon“ bauen Partner aus Polen und den Niederlanden mit

Das Schiff wird „Ceona Amazon“ heißen und eine Länge von 200 Metern haben. Es erhält spezielle Anlagen aus niederländischer Fertigung, mit denen sich sowohl flexible Schlauchleitungen als auch starre Rohre auf dem Meeresboden verlegen lassen.

Um das Schiff weitgehend unabhängig von teuren Logistik-Standorten zu machen, wird es unter Deck umfangreiche Lagerkapazitäten für verschiedene Rohrsysteme haben. Dazu kommt eine freie Deckfläche von 4.600 Quadratmetern, die ebenfalls für die Lagerung von Rohren und Rollen geeignet ist.

Für die Installation großer Unterwasseranlagen wird die „Amazon“ unter anderem mit zwei 400-Tonnen-Schwerlastkränen ausgestattet. Daneben gibt es zwei Tauchroboter, die für Arbeiten in Tiefen bis zu 3.000 Metern geeignet sind.

Teile des Schiffs werden auf der polnischen Crist-Werft in Gdynia gefertigt, mit der Lloyd schon bei anderen Projekten kooperierte. Andere Komponenten steuert das niederländische Unternehmen ­Huisman bei.
Auftraggeber ist die Londoner Offshore-Reederei Ceona, hinter der als Mehrheitsgesellschafter die Investmentbank Goldman Sachs steht.

Derzeit ist die Lloyd Werft jedoch noch mit dem Umbau des Bohrinsel-Versorgers „Island Captain“ beschäftigt, und zwar für den US-Konzern Schlumberger.

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