So sieht das neue Schülerforschungszentrum Hamburg aus: AKTIV im Norden

Eröffnung

So sieht das neue Schülerforschungszentrum Hamburg aus

Warum kann man auf Grashalmen Musik machen? Wie lässt sich aus Pflanzen Klebstoff herstellen? Und welche Strategie führt bei Monopoly zum Erfolg? Fragen, die Jugendliche aus ganz Hamburg ab Ende Juni im neuen „Schülerforschungszentrum Hamburg“ (SFZ) beantworten können.

Das Gemeinschaftsprojekt wird von der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung, der Joachim Herz Stiftung, der Körber-Stiftung, dem Arbeitgeberverband Nordmetall und der Universität Hamburg getragen. Ziel der Initiative ist es, Schüler mit besonderem Interesse im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zusammenzubringen und ihre Talente über den Schulalltag hinaus zu fördern.

Dafür hält das SFZ Hamburg Werkstätten und Labore vor, in denen die Schüler längerfristig an eigenen Forschungsprojekten arbeiten können. Unterstützt werden sie dabei von Lehrern und Studenten. Finanziert wird das Zentrum aus Mitteln der Gründungspartner: Die Stiftungen, der Verband und die Universität investieren rund 4,8 Millionen Euro, die Bildungsbehörde stellt zwei Lehrerstellen für die Projektbetreuung zur Verfügung.

So soll eine Lücke in Hamburg geschlossen werden: Neben außerschulischen Angeboten wie Infotagen, Schülervorlesungen oder Experimentiermodulen geht es jetzt um gezielte Talentförderung.

Zentral an der Grindelallee 117 gelegen, bietet die Einrichtung auf rund 600 Quadratmetern Labore und Werkstätten mit hochwertigen Werkbänken, eine Bibliothek sowie Gemeinschaftsräume und eine Pantry. Auch der Gerätepark wird vom Feinsten sein: Bohrmaschinen, Fräsen und 3-D-Drucker sind geplant. Bereits vor der offiziellen Eröffnung am 21. Juni sind an elf Hamburger Schulen MINT-Pilotprojekte gestartet.

Bei etlichen Pilotprojekten machen rund 100 Schüler mit

„In den Schülerforschungs-AGs tüfteln und experimentieren rund 100 Schüler. Manche Fragestellungen sind fachbezogen, beschäftigen sich mit Informatik oder Geologie, andere sind thematisch offen“, erklärt Thomas Garl, Geschäftsführer des SFZ Hamburg. „Die AGs sind als Pilotprojekte gedacht, bei denen sowohl die Lehrkräfte als auch die Jugendlichen schon einmal erste Erfahrungen sammeln.“

Geplant sei außerdem, dass das Lehrerteam aus den Pilotschulen die Jugendlichen nach der Eröffnung mit einem wöchentlichen Stundenanteil im SFZ Hamburg unterstützt. Auch Schüler, die noch keine Idee für ein Projekt haben, sind willkommen. Für sie sind Nachmittagskurse geplant, in denen praktische Übungen und Anregungen für Forschungsideen vermittelt werden. Erste Schnupperangebote gibt es ab Juli dieses Jahres, das komplette Kursprogramm startet zum Beginn des neuen Schuljahres Ende August.

Infos: sfz-hamburg.de


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