Schätze aus dem Weltraum: AKTIV im Norden

Rohstoffe

Schätze aus dem Weltraum


Nordholz. Die Ruhe trügt. Da, wo jetzt gerade mal 7.644 Seelen leben, könnten schon 2014 Touristen ins All starten. Ein amerikanischer Investor will aus dem Mini-Flughafen in Nordholz einen Weltraumbahnhof machen.

Vielleicht aber wird das Nordsee-Örtchen zukünftig auch noch zur Startrampe weitaus kühnerer Weltraum-Abenteuer. Denn auf der Suche nach Edelmetallen und Seltenen Erden nehmen die Menschen das All ins Visier.

Die Rohstoffe stecken in Asteroiden – Gesteinsbrocken, die um unsere Sonne kreisen. „In Asteroiden sind praktisch die gleichen Rohstoffe vorhanden wie auf der Erde“, sagt Ekkehard Kührt, Asteroiden-Experte beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin.

Zu den Investoren zählt der Google-Chef

Mit einem Unterschied: „Knappe Substanzen wie Edelmetalle oder Seltene Erden sind in manchem Gestein 1.000-mal stärker konzentriert als in der Erdkruste“, so der Experte. Ob Kupfer, Platin, Nickel oder Gold: All das schlummert in Asteroiden. Ein solcher Brocken mit rund 200 Meter Durchmesser enthalte allein etwa die Menge an Platin, die zurzeit jährlich auf der Erde gefördert wird.

Das ruft intergalaktische Schatzsucher auf den Plan. In Zusammenarbeit mit der US-Weltraumbehörde NASA bereiten sich amerikanische Firmen bereits auf den außerirdischen Bergbau vor. Dahinter stecken prominente Geldgeber.

So wird das Unternehmen Planetary Resources unter anderem von Google-Chef Larry Page und Hollywood-Regisseur James Cameron („Avatar“ und „Titanic“) finanziert. Schon in zwei Jahren will es ein Teleskop zur Beobachtung von Asteroiden in die Erdumlaufbahn schießen.

Fast 9.000 solcher erdnahen Schatztruhen wurden bis heute entdeckt, wobei „erdnah“ relativ ist. Die Gesteinsbrocken sind nämlich bis zu 45 Millionen Kilometer von uns entfernt.

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