Private Unis haben Konjunktur: AKTIV im Norden

Bildung

Private Unis haben Konjunktur


Stifterverband: Ein Schwerpunkt liegt in Norddeutschland

Sie gelten als dynamisch und innovativ, experimentierfreudig und flexibel: private Hochschulen.

Seit der Jahrtausendwende hat sich ihre Zahl fast verdoppelt. Heute sind 101 der rund 400 deutschen Hochschulen in privater Hand. Mehr als 100.000 Studenten – etwa fünf Prozent aller Studierenden – lernen und forschen an diesen Einrichtungen.

Der aktuelle Ländercheck des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft macht deutlich, dass es vor allem in Norddeutschland – und hier in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen – einen hohen Anteil an Privat-Unis gibt. Stellvertretend für die Dynamik im Norden stehen die „Wissens-Leuchttürme“ Nordakademie in Elmshorn und Jacobs University in Bremen-Grohn.

Zu deren positiver Entwicklung hat der Arbeitgeberverband Nordmetall beigetragen. Der Bremer Jacobs Uni half der Verband beim Bau eines Wohnheims. Seit 2001 konnte diese Hochschule ihre Studentenzahl auf 1.300 verzehnfachen. Und die Nordakademie wurde sogar auf Initiative des Verbands hin gegründet.

Sechs von zehn studieren Wirtschaft

Akademie-Kanzler Jörg Meier freut sich über inzwischen ebenfalls 1.300 Studenten. Und nicht nur das. „Wir haben reihenweise Spitzenplätze bei bundesweiten Rankings belegt“, freut sich Meier. Zahlreiche Auszeichnungen stärken zusätzlich das Renommee.

Inhaltlich setzen die nichtstaatlichen Hochschulen deutliche Akzente. Gut 60 Prozent aller dort Studierenden sind in wirtschaftsorientierten Studiengängen eingeschrieben. An staatlichen Hochschulen sind es lediglich 12 Prozent.

Die Mathematik-, Natur- und Ingenieurwissenschaften bilden den zweiten Schwerpunkt. 16 Prozent aller Studenten sind in diesen Fächern immatrikuliert.

Lothar Steckel

 

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