Perfektes Zusammenspiel: IT-Experte bei SEAR, ehrenamtlicher Richter und Hobbymusiker: AKTIV im Norden

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Perfektes Zusammenspiel: IT-Experte bei SEAR, ehrenamtlicher Richter und Hobbymusiker

Thomas Külberg (55) liebt das Zusammenspiel. Das war schon früher so. Als er mit acht Jahren seine erste Akustik-Gitarre bekam, hätte er am liebsten sofort eine kleine Band gegründet.

Später schloss er sich in seiner Heimatstadt Rostock einer Tanzkapelle an. „Ich landete am Bass, das war Ende der 70er-Jahre, vor meinem Studium.“ Külberg erinnert sich, dass sie wenig proben mussten. Es wurde viel improvisiert. Eben ein perfektes Zusammenspiel.

Die Musik hat den Elektroingenieur nie losgelassen. Heute greift er gern mal zu Hause in die Saiten, wo eine E-Gitarre, ein Bass und zwei Konzertgitarren das „Musikzimmer“ füllen. Ein digitales 64-Spuren-Mischgerät und Computer-Drums komplettieren die Ausstattung. Berufsmusiker wollte er aber nie werden. Stattdessen lernte er Elektromonteur im Starkstromanlagenbau in Rostock. Als er 1983 nach einem Studium in Berlin in den Betrieb zurückkehrte, brach auch dort das PC-Zeitalter an. „Plötzlich standen Computer da. Doch niemand wusste damit etwas anzufangen.“

Külberg begann, sich an die neue Technik „heranzuarbeiten“, wie er sagt. Schnell erkannte er, dass sich damit das Zusammenspiel der Abteilungen erheblich effektiver gestalten ließ. Ein Montageablaufplan war das erste Projekt, das er am Rechner erstellte. Darauf ist er noch heute stolz.

Nach der Wende übernahm Siemens den Starkstromanlagenbau und stattete ihn mit neuester Computer-Technik aus. Külberg: „Als Erstes habe ich ein Kalkulationsprogramm geschrieben, das benötigten wir in der Marktwirtschaft am dringendsten.“

Ende der 90er-Jahre strukturierte Siemens um. Das Unternehmen bekam seinen neuen Namen SEAR und schließlich neue Eigentümer, als die Geschäftsführer Thomas Lambusch und Mayk Wiese den Elektrotechnik-Spezialisten über ein Management-Buy-out erwarben.

Külberg, seit 1991 als Administrator zuständig für die hauseigene Rechen- und Kommunikationstechnik, bewertet die mittelständische Struktur von SEAR als „das Beste, was uns passieren konnte“. Bei 175 Mitarbeitern gehe es „sehr familiär“ zu, es gebe kurze Wege und kurze Drähte.

Als das Unternehmen 2012 in einen Neubau zog, organisierte er den Umzug der IT – an einem einzigen Wochenende

Wenn’s dann doch mal klemmt, ist er zur Stelle. Einmal erreichte ihn mitten in der Nacht ein Notruf aus der Firma. „Da bin ich sofort los, Hose und Jacke über den Schlafanzug gezogen.“ Souverän managte er auch 2012 den Umzug der Technik in das neu erbaute Firmengebäude – an einem einzigen Wochenende. Am Montag war das neue Netzwerk in Funktion, der Betrieb arbeitsfähig.

Teamwork anderer Art erfährt Külberg seit Jahren als ehrenamtlicher Richter am Rostocker Sozialgericht, „auch wenn es bei der Urteilsfindung nicht immer Einigkeit im Richtergremium gibt.“ Und um faires Miteinander kümmert er sich seit 2006 auch im SEAR-Betriebsrat. Im vorigen Jahr wählten ihn die anderen sechs Mitglieder zum Vorsitzenden.


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