Pella Sietas: Bei der ältesten Werft Deutschlands läuft es nun wieder besser: AKTIV im Norden

Standort nach Insolvenz gerettet

Pella Sietas: Bei der ältesten Werft Deutschlands läuft es nun wieder besser

Gute Nachrichten für die Mitarbeiter der Sietas-Werft, die Ende 2011 Insolvenzantrag stellen musste: Ein Jahr nach der rettenden Übernahme durch den russischen Konkurrenten Pella Shipyards hat der Hamburger Betrieb gleich mehrere neue Aufträge erhalten und ist damit für die kommenden Monate bestens ausgelastet.

Die Werft im Stadtteil Neuenfelde wird zunächst drei Massengutfrachter, die seinerzeit bei Sietas gebaut wurden, mit sogenannten „Scrubbern“ ausstatten. Dabei handelt es sich um moderne Reinigungssysteme, die das Schwefeldioxid aus dem Abgas der Schiffsmotoren unschädlich machen.

Auftraggeber ist die niedersächsische Mibau-Stema-Gruppe. Die Anlagen selbst stammen vom schwedischen Konzern Alfa Laval, der seinen Deutschland-Sitz in Glinde bei Hamburg hat.

Außerdem wird Pella Sietas, wie die Werft seit der Übernahme heißt, mit der Meyer-Werft in Papenburg zusammenarbeiten. Nach Angaben des Unternehmens lassen die Papenburger künftig Sektionen für Kreuzfahrtschiffe in Hamburg fertigen.

Deutschlands älteste Werft (gegründet 1635) war 2009 in eine massive Schieflage geraten und galt zeitweilig als nicht überlebensfähig.

Der neue Eigner Garegin Tsaturov setzt vor allem auf Spezialschiffbau und hat sich für mindestens acht Jahre zum Weiterbetrieb der Werft verpflichtet. Derzeit beschäftigt Pella Sietas rund 140 Mitarbeiter, Ende 2016 sollen es 400 sein.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Unternehmen in diesem Artikel

Pella Sietas

Map
Pella Sietas
Neuenfelder Fährdeich 88
21129 Hamburg

Zum Unternehmensfinder
Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback