Nächstes Ziel: der Mond: AKTIV im Norden

Nord vor Ort

Nächstes Ziel: der Mond


Astrium will eine unbemannte Landefähre bauen

Zu ihrem 50. Bestehen, das Anfang Juli gefeiert wurde, hat die Bremer EADS-Tochter Astrium nun ein ganz besonderes Ziel ins Visier genommen: Das Unternehmen will auf den Mond, und zwar mithilfe einer unbemannten Raumfähre, die selbstständig auf dem Erdtrabanten landen kann. Ein Modell des Fluggeräts gibt es bereits, es wurde bei der Ankündigung des Projekts präsentiert.

Die Initiative kommt von der Europäischen Weltraumbehörde Esa. Sie hatte das Entwicklungsprojekt bei Astrium in Auftrag gegeben und will nun bis Ende 2012 entscheiden, ob die Mond-Mission tatsächlich durchgeführt wird. Das Konzept von Astrium sieht den Start eines zweistufigen Raumschiffs vor, das aus Landefahrzeug und Mond-Modul besteht.

Landung am Südpol

Das Raumschiff soll, so der Plan der Bremer Raumfahrt-Experten, mit einer Rakete ins All geschossen werden, wo es zunächst auf einer kreisförmigen Umlaufbahn rund 100 Kilometer über der Mondoberfläche positioniert wird.

Auf dieser Umlaufbahn koppelt sich das Landegerät nach einigen Umkreisungen ab, um selbstständig in der Nähe des Mond-Südpols zu landen. Dann fährt ein Mondfahrzeug aus dem LandeModul und beginnt mit der wissenschaftlichen Erkundung der Oberfläche.

Die erste Phase der Studie ist bereits abgeschlossen. Nun hat die Phase B1 begonnen, die zum Ziel hat, das Missionskonzept für die automatische Landung am Südpol des Mondes festzulegen.

Das Bremer Werk war 1961 als Entwicklungsring Nord gegegründet worden und wurde 1989 ein Teil der Daimler-Benz-Tochter Dasa, die später in der EADS aufging. Seit 2000 firmiert der Raumfahrtspezialist als Astrium GmbH. Im Bremer Werk arbeiten etwa 1.000 der weltweit mehr als 15.000 Beschäftigten.

CvF

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