Nachwuchsingenieur Arne Mües baut in China eine Produktionsanlage auf ? als einziger Deutscher: AKTIV im Norden

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Nachwuchsingenieur Arne Mües baut in China eine Produktionsanlage auf – als einziger Deutscher


Bremen. Von 0 auf 100: Arne Mües ist vor einigen Wochen nach China aufgebrochen – für ein Jahr. Der 27-Jährige soll in Xiamen für seinen Arbeitgeber Hella Fahrzeugkomponenten (HFK) eine neue Produktionsanlage aufbauen, das ist seine Mission.

In der 2,5-Millionen-Einwohnerstadt, rund 800 Kilometer nördlich von Hong Kong, hat Hella Mitte 2012 ein Elektronikwerk eröffnet.

Hier entstehen unter anderem Fahrzeugsensoren, zum Beispiel Relais. „Wir haben bereits eine Produktion für einen Ölniveau-Sensor aufgebaut. Zurzeit nehmen wir eine Fertigungslinie für den Regenlicht-Sensor in Betrieb“, berichtet der Bremer. Er ist der einzige deutsche Ingenieur dort. Doch weder seine bis dahin kurze Berufserfahrung noch die fremde Kultur schrecken ihn ab.

Er nimmt’s sportlich. „Ich bin schnell durch die Ausbildung gekommen und habe schon immer gern Verantwortung übernommen.“ 2012 hat er den dualen Studiengang Mechatronik an der Hochschule Bremen erfolgreich beendet. Neben dem Hochschulabschluss hat er eine Ausbildung zum Mechatroniker gemacht.

Wichtig war ihm vor allem der Praxisbezug. Klar, dass dann auch seine Abschlussarbeit einem praktischen Thema gewidmet war: Der junge Ingenieur hat eine mobile Testanlage für einen Regenlicht-Sensor gebaut.

Pionierarbeit auf beiden Seiten

Bevor Mües für ein Jahr nach Xiamen ging, konnte er schon einmal vier Wochen zur Probe dort arbeiten. Der Start war ein wenig holprig: „Ich bin über Peking nach Xiamen geflogen. Beim Umsteigen blieb mein Koffer in der chinesischen Hauptstadt.“ Doch dank der Unterstützung der chinesischen Kollegen konnte er sein Gepäck zwei Tage später in Empfang nehmen.

Davon abgesehen hat sich der Bremer aber relativ schnell in der fremden Umgebung eingelebt. Kollegen haben ihm geholfen, ein Appartement zu finden, und in einem Sprachkurs lernt er Chinesisch.

An arbeitsfreien Tagen langweilt er sich nicht: Der Hobby-Windsurfer will im Südchinesischen Meer die Sportart Kitesurfen ausprobieren.

Nicht nur für Arne Mües ist der Einsatz in China etwas völlig Neues. Seine chinesischen Kollegen haben bisher nur wenig Erfahrung im Umgang mit den sogenannten „Expatriats“, den Ausländern. „Aber wir gewöhnen uns aneinander“, so Mües.

Gewöhnungsbedürftig hingegen – zumindest für chinesische Augen – dürfte das Äußere des Deutschen sein. Der Blondschopf fällt in China überall auf. Und wird dementsprechend angesehen. „Wenn ich durch die Stadt gehe, drehen sich ziemlich viele Leute nach mir um“, sagt Mües. Er nimmt’s gelassen, wie die gesamte Aufgabe.

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