MV Werften bauen Halle, Jungheinrich feiert doppelt und Produktionsstart bei Mercedes: AKTIV im Norden

Menschen zwischen Ems und Oder

MV Werften bauen Halle, Jungheinrich feiert doppelt und Produktionsstart bei Mercedes


MV Werften: Volles Programm

Es geht weiter voran bei MV Werften (MVW): Nun wurde wie geplant mit dem Bau einer 385 Meter langen Halle begonnen, in der künftig eine der weltweit modernsten Schweißanlagen arbeiten wird. Zum ersten Spatenstich kamen Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling, Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe und Genting-CEO Tan Sri Lim Kok Thay.

Minister Glawe war auch dabei, als die Werft von Brigitte Zypries besucht wurde. Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie besichtigte gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Frank Junge die Produktion in Wismar und warf einen Blick auf die Flusskreuzfahrtschiffe, die aktuell gebaut werden.

Ein Flusskreuzfahrtschiff war kurz zuvor bereits an die amerikanische Reederei Crystal River Cruises übergeben worden. Die „Crystal Bach“ ist das erste von vier baugleichen Schiffen der Rhein-Klasse, die MV Werften aktuell im Auftragsbuch hat. Das 135 Meter lange Sechs-Sterne-Schiff wurde speziell für Europa konzipiert und ist laut MVW das luxuriöseste Flusskreuzfahrtschiff der Welt.

Das Bauprogramm von MV Werften für die nächsten fünf Jahre umfasst insgesamt neun Schiffe: Neben den vier Flusskreuzfahrt-Modellen werden drei Megajachten sowie zwei Kreuzfahrtschiffe der „Global Class“ – hinsichtlich der Passagierzahl die größten der Welt – auf den drei Werften der Gruppe entstehen.

Um dieses Volumen zu bewältigen, wurden seit November 2016 mehr als 300 neue Mitarbeiter eingestellt. Mit derzeit rund 1.600 Beschäftigten ist das Unternehmen nun einer der größten Arbeitgeber des Landes. Bis 2021 soll die Belegschaft auf über 3.000 Personen erhöht werden. Zum Start des neuen Ausbildungsjahres wird die Werftengruppe zudem 90 Azubis und zwölf Dualstudenten einstellen.

Mercedes: Familienfest und Produktionsstart

Die jährlichen Sommerfeste von Mercedes-Benz in Bremen zählen zu den Highlights der Weserstadt, und das war auch in diesem Jahr nicht anders. Mehrere Tausend Menschen waren in das Werk gekommen, das einer der größten Produktionsstandorte von Daimler ist und rund 13.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Neben einer Bühne mit Livemusik gab es zahlreiche Attraktionen für die großen und kleinen Besucher. Krönender Abschluss war ein großes Feuerwerk auf dem Werkgelände, das fast 20 Minuten dauerte.

Einige Tage später gab es erneut etwas zu feiern, als die Serienproduktion des neuen E-Klasse-Cabriolets begann. „Mit dem Produktionsstart haben wir den jüngsten einer ganzen Reihe von Anläufen erfolgreich gemeistert“, so Standortleiter Peter Theurer. „Damit beherrscht unsere Mannschaft maximale Fertigungsflexibilität über die gesamte Modell- und Variantenvielfalt mit unterschiedlichsten Antriebsarten.“

Lob kam auch von Betriebsratschef Michael Peters. „Das neue Cabrio ist ein beeindruckendes Produkt, gefertigt von Kolleginnen und Kollegen einer noch viel beeindruckenderen Mannschaft“, so Peters. „Wir sind stolz darauf, dass unsere sehr sportlichen Ziele in den vergangenen Monaten erreicht wurden. Das war möglich, weil alle Beteiligten als Mannschaft zusammenstehen.“

Aktuell werden am Standort zehn Modelle produziert: die Limousine, das T-Modell, das Coupé und das Cabriolet der C-Klasse, das Coupé und das Cabrio der E-Klasse, der Geländewagen GLC, das GLC Coupé sowie die beiden Roadster SLC und SL.

Foto: Werk
Foto: Werk

Jungheinrich: Doppel-Jubiläum in Norderstedt

Bei Jungheinrich gab es in diesem Sommer gleich zweierlei zu feiern: zum einen das 50-jährige Bestehen des Norderstedter Werks, zum anderen den Bau des 1.000.000. Staplers, der nun in Norderstedt vom Band lief.

Aus diesem Grund fand ein großes Familienfest für die Mitarbeiter statt, die sich auch von dem wechselhaften Wetter nicht die Laune verderben ließen. CEO Hans-Georg Frey erinnerte in seiner Ansprache an die Anfänge: „Mit 50 Jahren ist dieser Standort älter als die Stadt Norderstedt selbst, die erst drei Jahre später gegründet wurde.“ Heute ist das Werk mit rund 1.300 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber Schleswig-Holsteins.

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