Musikalisches Multitalent: AKTIV im Norden

Mitarbeiter des Monats

Musikalisches Multitalent


Glinde. Ihren geglückten Berufseinstieg verdankt Solveigh Plenge (20) vor allem ihrem ehemaligen Religionslehrer.

Am Tag des Bewerbungsgesprächs bei Alfa Laval stand nämlich eine wichtige Prüfung an und daher wollte sie den Termin bei dem Komponenten-Hersteller eigentlich absagen. Als aber der Lehrer davon erfuhr, entschied er schnell und unbürokratisch. „Fahr da hin“, sagte er, „diese Chance darfst du dir nicht entgehen lassen. Die Prüfung holen wir einfach nach.“

Die Schülerin befolgte den Rat, und wenig später hatte sie ihren Ausbildungsvertrag in der Tasche. Heute ist sie duale Studentin des Wirtschaftsingenieurwesens und lernt im Betrieb die dortigen Arbeitsabläufe kennen.

Cheerleader-Gruppe an der Uni gegründet

Ein Glücksfall für die junge Hamburgerin, aber auch für das Unternehmen, das seinen Deutschland-Sitz in Glinde, am östlichen Rand der Hansestadt hat. Beide passen, so Personalreferentin Stephanie Siewert, „perfekt zusammen“.

Solveigh Plenge selbst sieht es ähnlich. „Ich fand die Idee mit dem dualen Studium deshalb so reizvoll, weil ich Theorie und Praxis optimal kombinieren kann.“ Bei Alfa Laval komme dazu, dass man Teil eines internationalen Unternehmens ist, das regelmäßig Arbeitsmöglichkeiten im Ausland anbietet. „Und das Betriebsklima ist gut“, sagt Plenge.

Zum guten Klima trägt auch bei, dass die Niederlassung in Glinde kein anonymer Großbetrieb ist. Dort arbeiten nur rund 150 der 250 Mitarbeiter, die Alfa Laval in Deutschland beschäftigt. So lernt man sich im Arbeitsalltag schnell kennen. Das gilt vor allem für die 15 Azubis, die sich nach Feierabend manchmal zu sportlichen Aktivitäten treffen.

Sport ist auch eine große Leidenschaft von Plenge. Sie war bereits während der Schulzeit Leistungsschwimmerin in einem Verein und hat an zahlreichen Turnieren teilgenommen. Außerdem gründete sie an ihrer Hochschule, der Nordakademie in Elmshorn, mit drei Kommilitoninnen eine Cheerleader-Gruppe, die regelmäßig auftritt und kürzlich bei einem Wettkampf den zweiten Platz gemacht hat.

Ihre eigentliche Liebe aber gehört der Musik. Plenge erzählt: „Ich hatte das Glück, dass meine Eltern großen Wert auf musikalische Früherziehung gelegt haben. Daher hatte ich bereits mit sechs Jahren Geigenstunde. Später habe ich lange in einem Streichquartett gespielt.“

„Mein Opa war Elektriker“

Obwohl sie später noch Klavier und Gitarre gelernt hat, ist sie der Violine treu geblieben und spielt bis heute in ihrem alten Schulorchester, wenn sie dazu Zeit hat.

Wie passt das alles zu ihrem Job, bei dem es meist um sehr technische Dinge wie mechanische Separation, Wärmeübertragung und den Transport von Flüssigkeiten geht? Plenge lacht: „Wahrscheinlich bin ich einschlägig vorbelastet. Mein Vater ist Professor für Maschinenbau, und mein Opa war Elektriker. Dessen Arbeit fand ich immer spannend.“

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Alfa Laval Mid Europe GmbH

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