Mit Satellitentechnik auf Schatzsuche: AKTIV im Norden

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Mit Satellitentechnik auf Schatzsuche


Gestra-Personalentwickler Carsten Schlegel ist in seiner Freizeit Geocacher

Als Kind hat er so gerne Schnitzeljagd gespielt. Die Spannung beim Spurensuchen und dann die Überraschung, wenn der Schatz endlich gefunden ist.

Carsten Schlegel hat sich die Begeisterung für die Schatzsuche bewahrt. Aber statt Sägemehl oder Papierschnipsel setzt er moderne Satellitentechnik ein. Der 50-Jährige ist Geocacher. Er sucht im Internet veröffentlichte Verstecke, sogenannte Caches. Elektronische Schnitzeljagd, wenn man so will.

„Vor gut fünf Jahren habe ich zum ersten Mal von Geocaching gehört“, sagt er. In einer Talkshow berichtete der Comedian und Geocacher Bernhard Hoëcker von seinem Hobby – und fortan war es um Schlegel geschehen. „Ich habe mir ein GPS-Gerät gekauft, auf den entsprechenden Seiten im Internet gesurft und bin seitdem unterwegs.“

Im Geländewagen durch die Alpen

Dabei sucht er ganz gezielt nach Caches, findet sie an Weggabelungen, in Gebüschen oder in Bäumen verborgen. Stets liegt am Ort des Caches eine kleine Dose oder Kiste mit einem Logbuch und gelegentlich auch kleinen Tauschgegenständen. Häufig ist er mit Frau und Freunden im Geländewagen draußen, erkundet die nähere Umgebung, wagt sich aber auch mit seinem Offroader in die Alpen. „Aber immer nur auf erlaubten Wegen“, betont Schlegel.

Seit 1983 ist Schlegel bei der Bremer Gestra AG beschäftigt, dem Armaturenspezialisten für die Dampf- und Energiewirtschaft. Personalmanagement und -entwicklung steht auf seiner Visitenkarte. Neben der Organisation von Fort- und Weiterbildungen ist Schlegel für Nachwuchsgewinnung und Führungskräftetreffen verantwortlich. Bei einem der letzten dieser Termine auf Helgoland hat er den Teilnehmern Geocaching näher gebracht. „Mit großem Erfolg“, wie er sagt.

„Im Rahmen solcher Meetings geht es oft um gruppendynamische Prozesse, um Teambuilding und das gemeinsame Erreichen von Zielen“, berichtet der Personalmann. „Mit Geocaching haben wir ein Spiel eingesetzt, das genau solche Dinge zum Vorschein bringt.“

Sieben Teams erhielten zunächst ohne weitere Erklärung ein GPS-Gerät. „Das war besonders für die Techniker und Ingenieure eine Herausforderung“, so Schlegel. Erst danach gab es die Aufgaben.

Fasziniert von der Technik

„Wir haben die Caches versteckt, den Teams Koordinaten gegeben, und sie mussten auf der ganzen Insel suchen.“ Schnell kristallisierten sich die verschiedenen Teamtypen heraus: Solche, die das Kommando übernehmen, andere, die pfiffige Ideen haben und dann diejenigen, die von der Technik fasziniert sind.

Ob Carsten Schlegel Geocaching auch bei einem der nächsten Führungsmeetings einsetzen will? „Die Leute wissen ja nun, was sie erwartet“, sagt er. Aber er selbst geht auf jeden Fall weiter auf die Suche nach den Caches. „Es gibt ja genügend und täglich kommen neue hinzu“, sagt er.

Lothar Steckel

 

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