Metall-Azubis verdienen 25 Prozent mehr: AKTIV im Norden

Bildung

Metall-Azubis verdienen 25 Prozent mehr


Bundesinstitut: Aktueller Vergleich mit anderen Branchen

Auszubildende in der norddeutschen Metall- und Elektro-Industrie verdienten auch im vergangenen Jahr deutlich besser als in vielen anderen Branchen.

Über alle Lehrjahre betrachtet erhielten sie 877 Euro im Monat – und damit 25 Prozent mehr als der Durchschnitt aller Azubis in Deutschland (700 Euro). Das ergibt sich aus der aktuellen Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung in Bonn.

Qualität ganz weit vorn

In Betrieben, die den Nordmetall-Tarifvertrag anwenden, bekommen die Nachwuchskräfte schon im ersten Lehrjahr 840 Euro brutto monatlich. Gegenüber 2010 lagen die Ausbildungsvergütungen 2011um 2,7 Prozent höher.

Und es geht ja nicht nur ums Geld: Auch die Qualität der M+E-Ausbildung stimmt. Das wird sogar vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) bestätigt. In der Qualitätsrangliste des aktuellen DGB-Ausbildungsreports, die auf der Basis von Azubi-Bewertungen zusammengestellt wird, belegen die Berufe Industriemechaniker, Mechatroniker und Elektroniker die Plätze zwei, drei und fünf.

Michael Westhagemann, Geschäftsleiter Region Nord der Siemens AG, folgert: „Es kommt nicht von ungefähr, dass unsere Industrie mit ihren Produkten und Dienstleistungen weltweit vorne steht.“ Es zahle sich aus, „dass wir seit Jahrzehnten einen Großteil unserer Mitarbeiter auf höchstem Niveau selbst ausbilden“.

Siemens setze mehr denn je auf eigene Ausbildung, betont Westhagemann. Die Metall- und Elektro-Industrie biete unter allen Branchen mit die besten Perspektiven.

Peter Haas

 

Artikelfunktionen


Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback