Kreuzfahrt-Boom hält an: AKTIV im Norden

Rekord auf dem Wasser

Kreuzfahrt-Boom hält an

Traumschiff: Die „Aida Bella“, die gerade auf der Lloyd Werft überholt wurde. Foto: Werk

Die Lust auf Kreuzfahrten ist offenbar ungebrochen: Im vergangenen Jahr sind über 6,1 Millionen Europäer so gereist – ein neuer Rekord. Das belegt eine aktuelle Studie des Deutschen Reiseverbands (DRV).

Noch kommen die meisten Passagiere aus Großbritannien, doch Deutschland ist dem Inselstaat dicht auf den Fersen. Inklusive Flusskreuzfahrten waren 2012 fast zwei Millionen Deutsche auf dem Wasser unterwegs. Das sind 7,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz bei den Hochseekreuzfahrten kletterte um 11,3 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

Der Urlaub auf hoher See ist derzeit das am schnellsten wachsende Reise-Segment. In Europa hat sich der Markt innerhalb von nur acht Jahren verdoppelt.

Das populärste Fahrtgebiet für Europas Urlauber war im vergangenen Jahr mit 3,5 Millionen Passagieren das Mittelmeer. Im Trend liegen aber auch „Kaltwasser“-Regionen wie Norwegen, Island und Grönland, wo die Zahl der Abfertigungen gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent auf 1,33 Millionen Passagiere zulegte.

Von diesem Wachstum profitiert auch die Schiffbau-Industrie: Anfang März wurde die „Aida Stella“ übergeben, Ende April folgte das größte Kreuzfahrtschiff, das je in Deutschland gebaut wurde – die „Norwegian Breakaway“.

Zu den Marktführern in ihrem Bereich gehören nach wie vor die Papenburger Meyer Werft und die mit ihr verbundene Neptun Werft in Rostock. Im vergangenen Jahr haben diese beiden Werften insgesamt sieben Flusskreuzfahrt- und drei Kreuzfahrtschiffe fertiggestellt.

Und auch in den kommenden Monaten wird die Arbeit kaum ausgehen – Meyer hat noch sechs Kreuzfahrtschiffe sowie weitere Spezialschiffe in den Auftragsbüchern, und Neptun baut bis 2014 weitere 14 Flusskreuzfahrtschiffe.

In den kommenden drei Jahren werden 20 neue Hochseeschiffe abgeliefert

Die Bedeutung der europäi­schen Schiffbauer und ihrer Zulieferer ist enorm: Von den 20 Hochseeschiffen (inklusive einer Option von Royal Carribean), die von Mitte 2013 bis 2016 abgeliefert werden sollen, kommen 17 von der Meyer Werft und ihren Wettbewerbern Fincantieri, STX France und STX Finland. Das Auftragsvolumen liegt bei mehr als 10 Milliarden Euro.


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