... können Filter Leben retten?: AKTIV im Norden

Warum eigentlich ...

... können Filter Leben retten?

Foto: dpa

Wenn nach einem Unfall oder durch eine Krankheit die Niere versagt, ist das längst kein Todesurteil mehr. Eine künstliche Blutwäsche, die Dialyse, kann die Funktion des Organs ersetzen. Dreimal in der Woche muss der Patient für vier bis sechs Stunden an das Gerät.

Dessen Herzstück bildet ein Filter mit haarfeinen Hohlfäden aus einer hauchdünnen Membran. „Durch diese Fäden fließt das Blut“, erklärt Wolfgang Ansorge, Leiter der Membran-Entwicklung bei der Firma Membrana in Wuppertal. Außen strömt eine Dialyse-Lösung aus speziellem sterilen Wasser entlang.

„Die Membran wirkt dabei wie ein Küchensieb“, so der Chemiker. „Dessen winzige Poren halten große Teilchen wie Blutkörperchen und wichtige Eiweiße im Blut zurück und lassen kleine Teilchen in die Dialyse-Lösung strömen.“ Die nimmt so Giftstoffe und Substanzen auf, die der Körper sonst mit dem Harn ausscheidet. Und weil in den Hohlfäden etwas Überdruck herrscht, gelangt auch überschüssiges Wasser aus dem Blut in die Lösung.


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