Kai Gruber liebt die Natur ? und baut Ventile, die Leben retten können: AKTIV im Norden

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Kai Gruber liebt die Natur – und baut Ventile, die Leben retten können


Als er 2006 bei Herose die Leitung der Montage von Spezialarmaturen übernahm, war Kai Gruber noch allein. Heute, sieben Jahre später, hat seine Abteilung sechs Mitarbeiter. „Und wir haben eigentlich immer gut zu tun“, sagt der 39-Jährige. „Langweilig wird es nie.“

Gruber arbeitet seit Mai 2002 für das Unternehmen, das vor 140 Jahren von dem Gießereimeister Theodor Rose in Hamburg-Altona gegründet wurde. Damals ging es in erster Linie um die Herstellung von Armaturen für Schiffbau und Haustechnik; heute produziert der Betrieb, der seit den 90er-Jahren seinen Hauptsitz in Bad Oldesloe hat und 220 Personen beschäftigt, Industriearmaturen aller Art.

Und das mit großem Erfolg, wie man am Personalwachstum in Grubers Bereich sehen kann. Dort entstehen vor allem große Ventile für tiefe Temperaturen, die überall dort Einsatz finden, wo technische Gase transportiert und gelagert werden.

Gruber: „Zu diesen Gasen gehört auch Sauerstoff, der für medizinische Beatmungsgeräte bestimmt ist. Daher müssen alle Ventile, wenn sie unsere Produktion verlassen, absolut öl- und fettfrei sein.“

„Es geht beim Angeln vor allem um das Zusammensein mit Freunden“

Der gebürtige Oldesloer ist ein klassischer Quereinsteiger. Seine berufliche Laufbahn begann mit einer Ausbildung zum Nutzfahrzeugmechaniker, danach arbeitete er einige Jahre als Öl- und Gasfeuerungsmonteur. Den Tipp, zu Herose zu wechseln, bekam er von seinem Bruder, der hier als Schweißer tätig war.

Auch nach Feierabend spielen familiäre Bande eine große Rolle. Kai Gruber engagiert sich als Fußballtrainer für den Nachwuchs und betreut die örtliche E-Jugend, in der unter anderem sein neunjähriger Sohn Kilian kickt.

Die nötige Erfahrung hat Gruber aus seiner aktiven Zeit als Stürmer beim VfL Oldesloe, der in Norddeutschland eine gewisse Bekanntheit genießt. Hier trainierte bereits Erwin Seeler, der Vater von Fußball-Idol „Uns Uwe“.

Auch im Winter mit dem Motorroller zur Arbeit

Neben seinem Fußball-Faible ist Kai Gruber ambitionierter Angler – eine Leidenschaft, die er mit einigen Kollegen und Freuden teilt. „Wir fahren zweimal im Jahr gemeinsam weg“, erzählt er. „Natürlich ohne unsere Frauen, die interessieren sich sowieso nicht fürs Angeln. Das Zubereiten der Fische ist mein Part, ich bin der Räucherer in unserer Gruppe.“

Dabei ist Gruber eigentlich, wie er gesteht, kein echter Fan von Fischgerichten. „Es geht beim Angeln mehr um die Gemeinschaft“, sagt er, „um das Zusammensein mit Freunden und den Aufenthalt in der Natur. Ich liebe die Ruhe da draußen und mag es, an der frischen Luft zu sein.“

Das gilt übrigens auch für den täglichen Arbeitsweg. Kai Gruber besitzt einen kleinen Motorroller und fährt, wie ein Kollege beeindruckt erzählt, jeden Tag mit dem knatternden Zweitakter zur Firma. Selbst im Winter.

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