Gewinne müssen sein: AKTIV im Norden

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Gewinne müssen sein


Risiko: Ohne Rendite droht der rasche Absturz. Foto: WAZ
Risiko: Ohne Rendite droht der rasche Absturz. Foto: WAZ

Das Streben nach Profit sichert den Wohlstand und Arbeitsplätze

Trotz vieler wirtschaftlicher Erfolge wenden sich die Menschen von der Sozialen Marktwirtschaft und ihren Managern ab. Sie fordern mehr Moral, weniger Gier und verteufeln den Profit. Enttäuscht suchen viele nach neuen Wirtschaftsformen.

Woher kommt diese Enttäuschung? Die Erwartungen vieler Menschen stimmen mit der Wirklichkeit in der Wirtschaft nicht überein. Umfragen zeigen, dass die Menschen in erster Linie soziale Verantwortung erwarten und von Profit nichts halten. Die Wirtschaft soll dem Menschen dienen, sie muss Arbeitsplätze und auskömmliche Einkommen garantieren, heißt es. Stimmt. Die Wirtschaft soll die Natur schonen, sie soll umweltfreundliche Produkte anbieten. Stimmt auch. Unter dem Begriff „CSR“ (Corporate Social Responsibility) entwickelt sich ein Verhaltenskodex für Unternehmen, der zur sozialen Verantwortung durch Sponsoring, Kindergärten, Frauenförderung und dergleichen aufruft. Klingt gut.

Aber: All das kann nur erfüllt werden, wenn die Existenz eines Unternehmens gesichert ist.

Der Nobelpreisträger Milton Friedman formuliert es so: „Die soziale Verantwortung eines Unternehmens besteht darin, seinen Gewinn zu steigern.“ Das wirkt hart und kalt. Allerdings gilt auch: Von einem Pleitebetrieb kann man nicht mal eine Weihnachtsfeier für die Belegschaft erwarten. Also müssen Unternehmen zunächst dafür Sorge tragen, dass sie im Wettbewerb bestehen und durch Gewinne dann Innovationen, Investitionen und Arbeitsplätze sichern.

Das rechtfertigt natürlich nicht unmoralische oder asoziale Praktiken. Doch eine Firma, die im Namen sozialer Verantwortung auf die Gewinne verzichtet, gibt sich selbst auf und scheidet als Arbeitgeber und Wohltäter aus. Das nützt dann niemandem, außer vielleicht der Konkurrenz.

Elbe

 

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