Freiheit über allem: AKTIV im Norden

Leitartikel

Freiheit über allem

Herausgeber Ulrich Brodersen

In äußerlichen Dingen unterliegen wir Moden und Trends, als Ausdruck des „Lebensgefühls“. Deshalb verändern Zeitungen ab und an ihr Erscheinungsbild – wie auch AKTIV.

Aber die inhaltliche Ausrichtung bleibt konstant. Seit 41 Jahren beschreibt, erklärt und verteidigt diese Zeitung mit Leidenschaft eine freiheitliche Wirtschaftsordnung, die Soziale Marktwirtschaft. „Die Märkte“ sind vielen unheimlich, auch wenn sie enormen Wohlstand schaffen. Zu oft hört oder liest man die unterschwellige Botschaft: „Marktwirtschaft ist eine Erfindung von Leuten, die auf Kosten anderer reich werden wollen.“ In Wirklichkeit aber entstehen Märkte immer und unabweislich als natürliche Folge von Freiheit.

Indes: Sie sind auch mit Unfreiheit vereinbar, siehe China, und sie können sich selbst abschaffen, durch das Entstehen von Monopolen. Beides droht auch der Demokratie: Sie könnte zur Diktatur der Mehrheit ausarten oder per Mehrheitsbeschluss eliminiert werden. Daher müssen sowohl die Märkte als auch die Demokratie eingehegt werden. Durch das Recht.

Der Staat muss Regeln setzen und durchsetzen. So schützt im demokratischen Rechtsstaat eine unabhängige Justiz das Recht des Einzelnen – notfalls auch gegen staatliche Instanzen. Auch dem Markt Regeln zu setzen, ist kniffelig: Die Marktwirtschaft wird beschädigt, wenn der Staat zu schwach ist, aber auch durch falsche oder erdrückende Regeln.

Rechtsstaatlich fundierte Freiheitlichkeit muss das übergeordnete Element unseres Gemeinwesens sein. Zum Erhalt von Demokratie und Markt – und als A und O der laut Grundgesetz unantast­baren Menschenwürde.

AKTIV-Herausgeber Ulrich Brodersen beendet mit diesem Beitrag nach 18 Jahren seine Autorenschaft als Leitartikler


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Schlagwörter: Marktwirtschaft

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