Forschungsschiff ?Sonne? startet ? und andere Ereignisse im Norden: AKTIV im Norden

Menschen zwischen Ems und Oder

Forschungsschiff „Sonne“ startet – und andere Ereignisse im Norden


Stolz: Kapitän Oliver Meyer mit Landesvater Weil, Ministerin Wanka und Werft-Chef Bernard Meyer (von rechts). Foto: Werk
Stolz: Kapitän Oliver Meyer mit Landesvater Weil, Ministerin Wanka und Werft-Chef Bernard Meyer (von rechts). Foto: Werk

Meyer Werft: Forschungsschiff „Sonne“ übergeben

Nach mehreren Erprobungsfahrten wurde kürzlich das neue Forschungsschiff „Sonne“ in den Dienst der Wissenschaft gestellt. Neben Niedersachsens Regierungschef Stephan Weil nahm auch Bundesforschungsministerin Johanna Wanka an der Übergabefeier teil.

Das auf der Papenburger Meyer Werft gebaute Schiff bietet Platz für 40 Wissenschaftler und 35 Mann Besatzung. Der Baupreis in Höhe von 124,4 Millionen Euro wird vom Bundesforschungsministerium (90 Prozent) und den norddeutschen Küstenländern getragen.

Die Haupteinsatzgebiete der „Sonne“ werden der Pazifik und der Indische Ozean sein. Das Schiff soll dazu beitragen, elementare wissenschaftliche Fragen zu beantworten, vor allem hinsichtlich des Klimawandels und der Versorgung mit marinen Rohstoffen.

Premium Aerotec: Spende und Auszeichnung

Seit 2001 beteiligen sich die Mitarbeiter von Premium Aerotec (PAG) Nordenham an der Aktion Glückspfennig, bei der die Centbeträge der Lohnabrechnung gesammelt und am Jahresende für soziale Zwecke gespendet werden. Kürzlich war es wieder so weit: Im Spendentopf lag eine Summe von 14.200 Euro, die vom Arbeitgeber auf stattliche 28.400 Euro verdoppelt wurde.

Das Geld ging an 18 verschiedene Einrichtungen in der Region, darunter die Hospizhilfe Nordenham, den Förderverein Kita Kleinensiel und die Kinderhilfe Butjadingen. Den höchsten Betrag (3.500 Euro) erhielt der Sprachheilkindergarten der Arbeiterwohlfahrt in Nordenham. Der Betrag wird eingesetzt, um eine Fallschutzmatte für eine Schaukel anzuschaffen.

Nach Auskunft des PAG-„Glückspfennig-Beauftragten“ Ralf Hesse wurden seit 2001 rund 170 Projekte mit einer Gesamtsumme von 440.000 Euro unterstützt. Betriebsrat-Chef Michael Eilers: „In unserer Belegschaft gibt es eine große Unterstützung für diese Aktion.“

Grund zur Freude gab es auch am Standort Varel von Premium Aerotec. Eine dort entwickelte Fertigungsvorrichtung für CFK-Material wurde mit dem Innovationspreis der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe (AVK) ausgezeichnet.

Mit dem Verfahren kommt die zum Vorformen des Materials notwendige Wärme direkt aus dem formgebenden Deckblech des Werkzeugs. Damit sinkt der Energieverbrauch nach Angaben der Unternehmens um bis zu 80 Prozent.

Das neue Werkzeug hat unter der Leitung von Hilmar Apmann ein Team um Patrick Köhnke gemeinsam mit der Firma Stahlkontor entwickelt. Es ist am PAG-Werk Augsburg bereits im Serieneinsatz und läuft dort ohne Probleme. An weiteren Eigenentwicklungen wird gearbeitet.

In der Produktion: Lehrer machen Praxiserfahrung. Foto: Spiering
In der Produktion: Lehrer machen Praxiserfahrung. Foto: Spiering

ThyssenKrupp System Engineering: Lehrer im Produktionsalltag

Bereits seit drei Jahren gibt es die Initiative „MINT for Ing“, die Schule und Wirtschaft näher zusammenbringt. Zum Auftakt der aktuellen Veranstaltung trafen sich kürzlich Lehrkräfte und Fachexperten der Firmen Flowserve Gestra und Thyssenkrupp System Engineering in Bremen. Sie entwickelten Ideen für die folgenden Projektmodule, in denen es darum geht, voneinander zu lernen und dieses Wissen an die Schüler weiterzugeben.

Insgesamt nehmen 20 Pädagogen und 20 Fachleute aus den Unternehmen an der Initiative teil. Gestartet wurde das Projekt auf Initiative von Airbus in Kooperation mit der Bremer Schulbehörde und mit Unterstützung des Arbeitgeberverbands Nordmetall.

Mercedes-Benz: Spenden für den guten Zweck

Hamburg/Bremen. Über 100.000 deutsche Daimler-Mitarbeiter, auch aus den Mercedes-Benz-Werken in Hamburg und Bremen, spenden im Rahmen der „ProCent“-Aktion, die vom Betriebsrat initiiert wurde, regelmäßig die Cent-Beträge ihres Lohns. Der Konzern verdoppelt die Summe. So kamen seit dem Jahr 2011 rund 2,75 Millionen Euro zusammen. Der 2014 gesammelte Betrag ging unter anderem an Einrichtungen für Kinder und an ein Umweltprojekt auf den Philippinen.

Foto: Werk
Foto: Werk

Sartorius Mechatronics: Auszeichnung

Rahlstedt. Das Unternehmen Sartorius Mechatronics T&H wurde vom Hamburger Amt für Arbeitsschutz als „Betrieb mit einem vorbildlichen Arbeitsschutzsystem“ ausgezeichnet. Jens Koop, der in dem Betrieb für diesen Bereich zuständig ist: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und werden auch künftig alles daransetzen, um den Arbeitsschutz und die Bedingungen der Mitarbeiter zu verbessern.“ Die Firma ist spezialisiert auf industrielle Wägetechnik.

Foto: Werk
Foto: Werk

Crown Technologies: Charity-Aktion

Rellingen. Über eine ungewöhnliche Spende konnte sich kürzlich die Freddy Fischer Stiftung freuen. Sie erhielt von der Firma Crown Technologies eine rund 16 Meter lange Carrera-Bahn. Die zweispurige Bahn wurde ursprünglich auf Hausmessen von Crown eingesetzt. Die Freddy-Fischer-Stiftung hat ihren Sitz in Essen. Sie begleitet und unterstützt Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene und Familien auf ihrem persönlichen Lebensweg.

Zinkhütte: Jubilare und Rentner geehrt

14 Mitarbeiter wurden bei der jüngsten Jubilar-Feier der Nordenhamer Zinkhütte geehrt. Das Bild zeigt (von links) Ismael Yagis, Klaus Oppitz, Andreas Hünnekens, Klaus Wichmann, Jürgen Rademacher, Hajo Müller, Jörg Minßen, Sven Tönjes, Andreas Smolenski, Jochen Kaiser, Michael Ehmann, Alfred Neugebauer, Christel Spohler und Axel Logemann mit Firmenchef Carl van Dyken.

Einige Tage später verabschiedete das Unternehmen mit einer zweiten Feier die Mitarbeiter, die das Rentenalter erreicht hatten. Carl van Dyken dankte ihnen für die langjährige Tätigkeit und überreichte jedem zum Abschied einen Präsentkorb.

Foto: Privat
Foto: Privat

Selfie-Wettbewerb: Ulrike landete ganz weit oben

Schöne Fotos, schräge Fotos, harmlose Fotos, beeindruckende Fotos – eine knallbunte Mischung aus dem echten Leben ist das Ergebnis eines Selfie-Wettbewerbs, zu dem auch in AKTIV im Norden aufgerufen worden war. Rund 150 Menschen aus ganz Deutschland antworteten mit teilweise sehr originellen Bildern auf die Frage: „Wo schlägt Dein Herz der Wirtschaft?“

Als Hauptgewinn gab es ein hochmodernes Notebook, spendiert vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall. Das Gerät ging an die Ingenieurin Ulrike Kersten, die sich mit Selbstauslöser auf einer Windkraftanlage in der Nähe von Itzehoe geknipst hatte.

Nachgefragt

Wie belohnen Sie Ihre Kinder?

Eine Frage, die bei Eltern regelmäßig für Diskussionen sorgt, nicht nur zur Zeugniszeit.

Foto: Augustin
Foto: Augustin

Nils Peters (45), Industriemechaniker aus Buxtehude:

Unsere Tochter hat gerade einen Schulwechsel hinter sich und ein gutes Zeugnis heimgebracht, aber ein eigenes Geschenk gab’s dafür von uns nicht. Allerdings sind die Großeltern meist sehr spendabel. Außerdem haben wir unserer Tochter einen Zuschuss zum Führerschein versprochen, wenn sie nicht mit dem Rauchen anfängt.

Foto: Privat
Foto: Privat

Jens Greulich (42), Wirtschaftsingenieur aus Schwanewede:

Für meine Frau und mich ist es selbstverständlich, unsere Kinder zu loben, wenn sie etwas gut gemacht haben. Wir versuchen ihnen zu zeigen, dass wir die Leistung anerkennen. Lob ist für uns eines der wichtigsten Mittel zur Belohnung. Eine Verknüpfung von guter Leistung und Geld gibt es bei uns aber grundsätzlich nicht.

Foto: Augustin
Foto: Augustin

Katharina Ingenhaag (50), Dolmetscherin und Übersetzerin aus Bönningstedt:

„Ein gutes Zeugnis, Erfolge auf anderen Gebieten oder besonderes Engagement belohnen wir in erster Linie mit Wertschätzung und Anerkennung. Und mit einem gemeinsamen Besuch mit der ganzen Familie in der Pizzeria oder einem besonderen Essen. Manchmal gibt es auch kleine Geschenke wie ein Buch, eine CD oder etwas anderes, das sich das Kind gerade wünscht.

Foto: Augustin
Foto: Augustin

Carsten Allwardt (45), Maschinenschlosser aus Harsefeld:

Wir haben zwei Mädchen, die noch zur Schule gehen. Und erfreulicherweise haben beide gerade ganz ordentliche Zwischenzeugnisse nach Hause gebracht. Wir feiern das, indem wir zum Beispiel mit der Familie essen gehen. Geldgeschenke gibt es von uns nicht dafür, aber Opa und Oma stecken ihren Enkelinnen gerne mal was zu. Das finde ich auch okay.

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