Feuer und Flamme für Erste Hilfe: AKTIV im Norden

Mitarbeiter des Monats

Feuer und Flamme für Erste Hilfe


Gut möglich, dass es im Norden unserer Repulik einige Menschen gibt, die Herrmann Pott (57) ihr Leben verdanken – auch wenn sie es nicht wissen. Der Mitarbeiter des Leda Werks in Leer ist ehrenamtlicher Ausbilder beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) und hat seither rund 2.800 Menschen die Grundkenntnisse der Ersten Hilfe vermittelt.

Potts Ausbilder-Tätigkeit begann 1986, aber seine Anfänge beim Roten Kreuz reichen viel weiter zurück. „1970 muss das gewesen sein“, erzählt der gebürtige Ostfriese. „Ich komme aus einem kleinen Ort in der Nähe der niederländischen Grenze. Da gab es außer Feuerwehr, Jugendrotkreuz und Fußball kein großes Angebot für uns Schüler.“

Im Oktober 1974 heuerte Pott bei Leda an, nachdem seine Ausbildung als Heizungsbauer beendet war. Pott: „Der Ausbildungsbetrieb konnte mich leider nicht übernehmen, weil der Heizungsbau dort inzwischen eingestellt worden war. Also bewarb ich mich in Leer und wurde sofort eingestellt.“

Das Unternehmen hatte damals gerade seinen 100. Geburtstag gefeiert und war im Begriff, sich komplett neu zu erfinden: Aus einer klassischen Eisengießerei wurde innerhalb weniger Jahre ein führender Spezialist für innovative Heiztechnik und Industrieguss. Da konnte man gut ausgebildete Fachleute wie Herrmann Pott prima brauchen.

In den 39 Jahren, die seither vergangen sind, konnte Pott die Entstehung zahlreicher neuer Modelle miterleben. „Da hat sich enorm viel getan“, sagt er. „Mittlerweile gibt es Öfen und Kamineinsätze, mit denen man ein ganzes Haus heizen kann, obwohl sie viel weniger Brennstoff brauchen als alte Modelle.“

Potts Arbeitsplatz ist in der Endmontage, wo die Geräte komplettiert werden, ehe sie in den Versand gehen. Außerdem ist er natürlich der Experte für Arbeitssicherheit und muss regelmäßig die Kollegen im Betrieb schulen.

Jetzt lernt er auch noch Spanisch

Fragt man Pott nach der Anzahl der Ersthelfer-Kurse, die er inzwischen geleitet hat, muss er eine Weile nachdenken. „Wahrscheinlich sind es rund 200“, sagt er, „aber gezählt habe ich sie nicht.“

Zusätzlich ist er in seiner Heimatgemeinde Weener regelmäßig als Einsatzleiter im Dienst, wenn große Events wie Rockkonzerte oder Sportveranstaltungen anstehen. Pott: „Im Durchschnitt ist jedes zweite Wochenende Dienst.“

„Meine Frau hat Verständnis für das Engagement – sonst ginge es auch gar nicht“

Viel Zeit für eigene Sport- oder Freizeitaktivitäten bleibt da nicht. Auch das Familienleben kommt zwangsläufig etwas kurz.

Und was sagt seine Frau dazu, wenn sie ihren Herrmann so selten sieht? Pott lacht. „Kein Problem“, sagt er. „Meine Frau war selbst lange berufstätig. Sie hat in einem Krankenhaus gearbeitet und hatte daher immer Verständnis für mein ehrenamtliches Engagement. Sonst ginge es auch gar nicht.“

Ein anderes verbindendes Element zwischen den Eheleuten ist die Leidenschaft fürs Reisen. Hermann Pott: „Wir mögen die Balearen und die Kanaren, vor allem Fuerteventura. In diesem Jahr waren wir zum zwölften Mal dort. Und mittlerweile lerne ich sogar Spanisch.“

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