Eine Preisverleihung und etliche Jubilare: AKTIV im Norden

Menschen zwischen Ems und Oder

Eine Preisverleihung und etliche Jubilare

Geehrt: Schauspieler Fabian Hinrichs mit Nordmetall-Stiftungsvorstand Thomas Klischan, der den Preis im St. Pauli Theater überreichte. Foto: Joost

Hamburg. Eine echte Premiere gab es in diesem Jahr bei der traditionellen Verleihung des Ulrich-Wildgruber-Preises im Hamburger St. Pauli Theater. Erstmals wurde nicht der bislang übliche Blumenstrauß nebst Scheck überreicht, sondern eine kleine Bronze-Skulptur des norddeutschen Künstlers Thomas Jastram, die den 1999 verstorbenen Schauspieler Ulrich Wildgruber auf der Bühne darstellt.

Preisträger Fabian Hinrichs war sichtlich bewegt, als er die Auszeichnung entgegennahm. In seiner Laudatio würdigte Thomas Oberender, Intendant der Berliner Festspiele, den Schauspieler als einen „Künstler mit Hinterland, der sich für vieles jenseits der Bühne interessiert“. Hinrichs, 1974 in Hamburg geboren, bedankte sich mit einem Gedicht von Peter Handke und einer kurzen Dankesrede, in der er eine Lanze für das deutsche Kino brach.

Heiterkeit im Saal, als er anregte, über Maßnahmen zur Stärkung der einheimischen Film-Industrie nachzudenken. Ein Anfang, so Hinrichs, könnte die Schließung von TV-Sendern sein.

Ganz ernst gemeint war dieser Vorschlag wohl nicht, denn der Schauspieler hat dem Fernsehen viel zu verdanken. Bundesweit bekannt wurde er durch seine Rolle als Kripo-Assistent Gisbert Engelhardt in der Münchner „Tatort“-Episode „Der tiefe Schlaf“. Außerdem wird er künftig als Hauptkommissar Wagner im neuen „Tatort“ aus Franken ermitteln.

Der mit 10.000 Euro dotierte Ulrich-Wildgruber-Preis ist einer der wichtigsten deutschen Theaterpreise. Er wird seit 2007 von der Nordmetall-Stiftung gemeinsam mit dem St. Pauli Theater verliehen.

Gefördert werden junge Talente, die sich nicht nur durch darstellerische Bestleistungen auszeichnen. Der Preis soll in Erinnerung an einen der außergewöhnlichsten deutschen Schauspieler „eigenwillige Begabungen fördern, die in einer Welt von geklonten Fernsehgesichtern besonders aufgefallen sind und ihnen helfen, gerad­linig und kompromisslos ihren Weg fortzusetzen“.

Die Wildgruber-Preisträger der letzten Jahre waren Maren Eggert (2007), Alexander Scheer (2008), Sandra Hüller (2009), Katharina Schüttler (2010), André Szymanski (2011), Caroline Peters (2012) und Brigitte Hobmeier (2013).


Volles Haus: Die Auktion in Leer war gut besucht. Foto: Werk
Volles Haus: Die Auktion in Leer war gut besucht. Foto: Werk

Für den guten Zweck: Leda organisiert Charity-Kunstauktion

Rund 12.000 Euro kamen bei einer Kunstauktion zusammen, die der Ofenbauer Leda kürzlich zugunsten des Fördervereins Kinderklinik Leer durchführte. Der vor 14 Jahren gegründete Förderverein Kinderklinik Leer unterstützt die Genesung und das Wohlbefinden erkrankter Kinder in dem Krankenhaus. Das Geld wird eingesetzt, um den Kauf von kindgerechten Therapiegeräten zu fördern, die Zimmer auszustatten und Spielgeräte für den Innen- und Außenbereich zu beschaffen.

Foto: Schicke
Foto: Schicke

Deutschlands beste Azubis geehrt

Mehr als 1.000 Gäste, darunter auch EU-Kommissar Günther Oettinger, waren nach Berlin gekommen, als dort unlängst die jährliche Ehrung der besten Azubis stattfand. Insgesamt wurden 224 junge Frauen und Männer aus allen Teilen Deutschlands für die exzellenten Leistungen ausgezeichnet, die sie und ihre Ausbildungsbetriebe im vergangenen Jahr an den Tag gelegt haben.

Aus Hamburg war die Technische Zeichnerin Sandra Libuda (Dritte von links) dabei, die ihre Ausbildung bei der Firma Imtech Marine mit Bestnoten beendet hatte.

Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Indus­trie- und Handelskammertags (DIHK), gratulierte allen Preisträgern und bedankte sich bei den Ausbildungsbetrieben, den Eltern und den Berufsschullehrern, ohne deren Engagement der Erfolg der Absolventen nicht möglich gewesen wäre. Moderiert wurde die Veranstaltung von Barbara Schöneberger.

Foto: Werk
Foto: Werk

Kicker helfen schwer kranken Kindern

Einen gelungenen Auftakt feierte in Lübeck das „Kick-for-Fun-Turnier powered by Mankenberg“. Der Armaturenhersteller hatte spontan die Rolle des Hauptsponsors übernommen, um die Kosten für Schiedsrichter, Pokale und Hallenmiete zu finanzieren.

Die Fußball-Veranstaltung, die gemeinsam mit der Jugendabteilung des FC Dornbreite organisiert wird, kommt Kindern und Jugendlichen aus der Region zugute. Die Erlöse von fast 2.200 Euro werden zum Großteil dem ambulanten Kinderhospiz „Die Muschel“ gespendet, der Rest fließt in die Jugendarbeit des FC Dornbreite.

„Die Muschel“ ist eine vor zehn Jahren in Bad Segeberg gegründete Initiative, deren Mitarbeiter unheilbar kranken Kindern und ihren Familien im heimischen Umfeld zur Seite stehen.

Foto: Werk
Foto: Werk

KS Gleitlager gratuliert fünf Jubilaren

Als Gerhard Thos seinen ersten Arbeitstag bei KS Gleitlager in Papenburg hatte, wurde Deutschland noch von Helmut Schmidt regiert. 35 Jahre ist das her – ein Jubiläum, für das Thos im Rahmen einer kleinen Feierstunde geehrt wurde. Mit ihm wurden vier Kollegen für je 25 Dienstjahre ausgezeichnet. Unser Bild zeigt (von links) Gerhard Thos mit Wilfried Hackling, Werner Leffers, Wolfgang Höning und Detlef Wulff. Als Dank und Anerkennung für die langjährige Mitarbeit wurde jedem Jubilar ein kleines Präsent überreicht.

Foto: Werk
Foto: Werk

Besucher aus „Down under“ in Achim

Einen weiten Weg hatten die zwölf Gäste hinter sich, die kürzlich den Schuhmaschinen-Spezialisten Klöckner Desma in Achim bei Bremen besichtigten. Die Besucher waren Vertreter der Organisation TAFE, die in Australien für die technische Aus- und Weiterbildung zuständig ist. Desma ist in diesem Bereich traditionell sehr aktiv, derzeit hat das Unternehmen 24 Azubis und damit eine Ausbildungsquote von elf Prozent. Ziel ist es, jeden Azubi nach der Lehre zu übernehmen.

Foto: Haas
Foto: Haas

Arbeitgeber pleite, Ausbildung gerettet

Als Ende 2013 die Abwicklung des insolventen Baumarkt-Konzerns Praktiker/Max Bahr begann, waren sie gerade im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zu Kaufleuten für Bürokommunikation: Doch nun gab es eine zweite Chance für Mirisjane Kameraj (18) und Alexander Jahns (21). Die beiden wurden von den Arbeitgeberverbänden Nordmetall und AGV Nord übernommen, sodass sie ihre Ausbildung fortsetzen können. Der Verband Nordmetall bildet seit vielen Jahren Bürokaufleute aus, der AGV Nord erstmals.

Stolz: Die Wiska-Chefs Tanja und Ronald Hoppmann (links). Foto: Werk
Stolz: Die Wiska-Chefs Tanja und Ronald Hoppmann (links). Foto: Werk

Richtfest für Neubau

Nach der Eröffnung einer Tochterfirma in China expandiert Wiska nun auch am Standort Kaltenkirchen. Das Familienunternehmen baut eine weitere Lager- und Fertigungshalle. Zum Richtfest kamen zahlreiche Mitarbeiter und Geschäftsfreunde. 

Interessiert: Matthias Ilgen (Mitte) bei Crown in Rellingen. Foto: Werk
Interessiert: Matthias Ilgen (Mitte) bei Crown in Rellingen. Foto: Werk

Politiker zu Besuch

Hohen Besuch aus Berlin hatte die Firma Crown Technologies in Rellingen. Bundestagsmitglied Matthias Ilgen (SPD) besuchte das Werk, um sich über die Produktion zu informieren. Ilgen zählt zu den jüngsten Abgeordneten des aktuellen Bundestags.

Nachgefragt

Aprilscherze – ein Thema für Sie?

Bald ist es wieder so weit, am 1. April muss man sich auf jede Menge Scherze im Privat- und Berufsleben gefasst machen. Aber nicht alle mögen diese Art der Belustigung, wie wir bei einer kleinen Umfrage unter unseren Lesern festgestellt haben.

Foto: von Frentz
Foto: von Frentz

Lars Nehring (33), Projektleiter aus Hamburg

„Aprilscherze finde ich gut – vor allem, wenn sie an anderen ausprobiert werden. Wichtig ist natürlich, dass niemand ernsthaft dabei zu Schaden kommt. Gute Scherze brauchen eine gewisse Planung, deshalb überlege ich immer schon vorher, was man machen könnte. Es darf auch gern ein bisschen schwarzer Humor dabei sein.“

Foto: Augustin
Foto: Augustin

Lennart Kurth (40), Diplom-Ingenieur aus Bönningsted

„Für einen guten Scherz bin ich grundsätzlich immer zu haben, unabhängig vom Anlass oder von der Jahreszeit. Aber wenn sie mir am 1. April gut gelingen, finde ich es auch lustig. Seit ich Kinder habe sowieso. Kinder haben ja ohnehin viel Spaß an solchen Dingen, sie lieben es, andere zu foppen – vor allem Erwachsene.“

Foto: Flughafen Bremen
Foto: Flughafen Bremen

Felix Rietz (32), Leiter Fracht-Administration aus Bremen

„Nein, Aprilscherze sind nicht unbedingt ein Thema für mich. Unter den Kollegen scherzen wir zwar gern, aber das ist unabhängig vom Datum. Gerade das macht für mich auch einen guten Scherz aus, dass man eben nicht damit rechnet. Privat heißt es für mich am 1. April gratulieren statt scherzen, da ein guter Freund von mir Geburtstag hat.“

Foto: GUS
Foto: GUS

Michael Skiba (56), Marketingexperte aus Bremen

„Ich finde, ein Scherz ist dann richtig gut, wenn er passt – unabhängig vom Datum. Zum 1. April erdachte Scherze finde ich allerdings meistens eher krampfig. Richtig lachen kann man darüber nur selten, weil ihnen oft die Unbeschwertheit und die Spontaneität fehlt. Nichtsdestotrotz bin ich für gelungene Scherze immer durchaus zu haben.“

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