Eine Innovationsmanagerin auf der Suche nach den besten Mitarbeiter-Ideen: AKTIV im Norden

Mitarbeiterin des Monats

Eine Innovationsmanagerin auf der Suche nach den besten Mitarbeiter-Ideen


Ein Blick auf die Wände ihres kleinen Büros verrät vermutlich mehr über ihre Arbeit als jede noch so detaillierte „Job-Description“. Etliche Grafiken und Prozess-Skizzen hängen dort, die letztlich alle mit der gleichen Frage zu tun haben: Wie bringt man Menschen dazu, miteinander zu reden und Wissen auszutauschen?

„Willkomen in der jüngsten Abteilung von Jungheinrich in Norderstedt “, sagt Simone Ehlers (28) und lacht. „Willkommen im Bereich Innovationsmanagement.“ Seit zweieinhalb Jahren werden hier die Ideen aus dem Unternehmen gebündelt.

Als Erstes räumt sie mit einem Vorurteil auf, das ihr bei ihrer Arbeit häufig begegnet: „Es gibt nicht zu wenige Ideen, sondern eher zu viele. Das Innovationsmanagement hilft, den Überblick zu behalten und guten Ideen den Weg zu ebnen, damit sie im Unternehmen umgesetzt werden können.“

Um genau das zu ermöglichen, hat Ehlers vor einigen Monaten eine spezielle Software eingeführt, mit der sich Innovationsprozesse managen lassen. Das war auch deshalb erforderlich, weil ihre Arbeit über Norderstedt hinausgeht.

Ehlers: „Zählt man alle Niederlassungen mit, haben wir allein in Deutschland mehr als 20 Standorte. Und überall sitzen Mitarbeiter, die in ihrem Bereich Experten sind. Unsere Arbeit ist nur dann erfolgreich, wenn wir es schaffen, alle zu erreichen.“

Die gebürtige Bremerin ist seit 2011 bei Jungheinrich. Nach dem Abitur im Jahr 2004 hatte sie zunächst eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Mercedes in Bremen gemacht.

Danach blieb sie in ihrer Heimatstadt und absolvierte ein Studium im Fach Internationales Wirtschaftsingenieurwesen. So entstand auch der Kontakt zu Jungheinrich. Ehlers übernahm während ihres Studiums die Organisation eines bundesweiten Fallstudien-Wettbewerbs, der alljählich vom Verband deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI) ausgerichtet wird. Es ging dabei um die Entwicklung neuer Assistenzsysteme für Flurföderfahrzeuge.

Kreative Ideen mussten dort nach technischen und finanziellen Aspekten beurteilt und bis zur Produktbroschüre ausgearbeitet werden.

„Das fand ich sehr spannend“, erzählt Ehlers. „Und vieles von dem, was ich damals gelernt habe, kann ich für meine jetzige Arbeit gut gebrauchen.“

„Rest-Cent-Aktion“ für Medikamenten-Hilfswerk

An Jungheinrich schätzt sie vor allem das gute Betriebsklima. „Klar, es ist ein großer Konzern mit über 11.000 Beschäftigten, aber irgendwie auch eine große Familie. Das soziale Element kommt hier nicht zu kurz.“

Als Beispiel nennt sie die Zusammenarbeit mit dem Medikamenten-Hilfswerk Action Medeor, an dem sich die Jungheinrich-Mitarbeiter über eine „Rest-Cent-Aktion“ beteiligen können. Dabei stiften die Beschäftigten die Cent-Beträge auf ihrer Entgeltabrechnung. Der Spendenbetrag wird am Jahresende vom Konzern verdoppelt.

Eine gute Sache, findet Simone Ehlers. „Bereits 40 Euro helfen, 5.000 Liter Wasser zu entkeimen. Und 100 Euro sichern die Notfallversorgung von 100 Menschen mit Medikamenten.“

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Neueste ArtikelBeliebteste Artikel

Leser-Feedback