Die Wahl als Chance nutzen: AKTIV im Norden

Kommentar von Nico Fickinger

Die Wahl als Chance nutzen

Wahltag: Im September ist es wieder so weit. Foto: Funke

Deutschlands Demokratie funktioniert nicht nur, sie interessiert auch wieder zunehmend die Bürger: Die Beteiligung an den Landtagswahlen dieses Frühjahrs ist durchweg gestiegen. Und viele Menschen richten ihre Entscheidungen stärker an Sachfragen aus, berichten die Demoskopen.

Das macht es den Vereinfachern am rechten und linken Rand des Parteienspektrums viel schwerer als bisher, Erfolge einzufahren. Für die Bundestagswahl in diesem Herbst gibt das Hoffnung: auf eine hohe Wahlbeteiligung und auf eine starke demokratische Mitte.

Das klare Votum in Kiel und das knappe Ergebnis in Düsseldorf zeigen, dass sich der deutliche Wählerwunsch nach einem Politikwechsel nicht immer so einfach verwirklichen lässt. Oft geht das nur in Dreierbündnissen, die auch bisherige politische Gegner an einem Kabinettstisch versammeln müssen.

Das ist den eigenen Anhängern nicht leicht zu vermitteln, aber möglich – und jede Mühe wert. Denn „Große“ Koalitionen, die nur auf kleinstem gemeinsamen Nenner operieren, sind bloß eine Notlösung.

Zu hoffen ist, dass der deutlich gewordene Wählerwille auch dem unterlegenen Spitzenpersonal die Augen öffnet. „Wir waren gut, die Bürger haben das bloß nicht begriffen“ – so klingt manche Trotzreaktion aus den Parteizentralen. Statt die Dosis zu erhöhen, sollten sich die Verlierer eher fragen, ob sie die richtigen Rezepte für den Standort Deutschland haben.

Deutschland braucht vor allem weniger Bürokratie und mehr Marktwirtschaft

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektro-Industrie wollen bis zur Bundestagswahl Ende September einen sachlichen Beitrag zur politischen Debatte leisten: Unter dem Motto „Mehr Wirtschaft wagen“ haben wir unsere Forderungen zusammengefasst: für mehr Marktwirtschaft und weniger Bürokratie, für stärkeres Wachstum und eine modernere Infrastruktur, höhere Innovationen und weniger Sozialabgaben, mehr Investitionen in Bildung und weniger Schulden im Staatshaushalt.

Unser Angebot: Informieren Sie sich unter www.mehrwirtschaftwagen.de und diskutieren Sie mit uns – auch das macht eine funktionierende Demokratie aus.


Der Autor

Nico Fickinger ist Haupt­ge­schäftsführer der Arbeitgeber­verbände Nordmetall und AGV Nord, die „AKTIV im Norden“ möglich ­machen. ­

Disku­tieren Sie mit ihm: nordwort@aktivimnorden.de

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