Die ?lange Nacht" war ihr Gesellenstück: AKTIV im Norden

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Die „lange Nacht" war ihr Gesellenstück


Ceylan Ulugmiyan ist Auszubildende beim Kaltenkirchener Familienunternehmen Wiska Hoppmann & Mulsow

Kaltenkirchen. Gibt es so etwas wie Lampenfieber, wenn man in einem mittelstän­dischen Familienbetrieb beschäftigt ist? Ceylan Ulugmiyan kann diese Frage mit Ja beantworten. Denn die Teilnahme an der „Langen Nacht der Indus­trie“ war eine echte Premiere für ihren Arbeitgeber, der Wiska Hoppmann & Mulsow GmbH in Kaltenkirchen.

Immerhin hatten sich zu dem Event im November 2011 fast 100 Gäste angemeldet. Verantwortlich dafür, dass sie angemessen begrüßt, informiert und bewirtet wurden, war die 21-jährige Auszubildende. Mit Erfolg. Als offizielle Projektleiterin für die Veranstaltung hat sie laut Geschäftsführer Ronald Hoppmann einen „großartigen Job gemacht“.

Azubi-Stelle über Website gefunden

Die angehende Industriekauffrau, die in Hamburg geboren wurde, ist eine von elf Azubis, die derzeit bei Wiska ihr Handwerk lernen. In dem Unternehmen, das insgesamt rund 140 Mitarbeiter beschäftigt, legt man traditionell großen Wert auf Ausbildung, was auch an der speziellen Art der Produkte liegt.

Personal-Chefin Ines Jensen: „Wir produzieren Kabelverschraubungen und Zubehör sowie maritimes Licht und Ins­tallationsmaterial für Kunden aus aller Welt. Bei Kühlcontainer-Steckdosen zählen wir sogar zu den Weltmarktführern. In diesem Markt bleibt man nur an der Spitze, wenn man erstklassiges Personal hat.“

Ceylan Ulugmiyan stieß im Jahr 2009 dazu. Eher zufällig, wie sie in sympathischer Offenheit erzählt. „Ich war auf der Suche nach einer Lehrstelle und habe mir die Websites von Firmen aus der Region angeschaut.“

Dabei stellte sie fest, das Wiska Azubis suchte: „Ich bewarb mich und wurde genommen.“ Seither hat sie alle Abteilungen des Unternehmens kennengelernt. Zurzeit arbeitet sie in der Arbeitsvorbereitung.

Jüngere Mitarbeiter betreut

In den vergangenen Monaten konnte sie – nicht gerade typisch für Azubis – bereits erste Führungserfahrungen sammeln, zum Beispiel bei der Betreuung von jüngeren Mitarbeitern und Praktikanten.

Personalerin Jensen: „Das ist uns sehr wichtig, denn es kann ja nicht schaden, wenn man die jungen Leute auf eine spätere Führungsaufgabe im Unternehmen vorbereitet.“

Apropos „später“: Ceylan Ulugmiyan wird auch nach der Ausbildung bei Wiska bleiben. Darin sind sich alle Beteiligten absolut einig. Und das nicht nur, weil sie mit der Organisation im Rahmen der „Langen Nacht der Industrie“ so etwas wie ihr Gesellenstück abgeliefert hat.

Clemens von Frentz

 

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WISKA Hoppmann & Mulsow GmbH

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