Denkt nicht an den Ruhestand: Dieser Maschinenbauer von Claudius Peters Projects ist 63: AKTIV im Norden

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Denkt nicht an den Ruhestand: Dieser Maschinenbauer von Claudius Peters Projects ist 63

Eigentlich ist Konrad Sepetauz ein typischer Mann aus dem Norden. Einer, der nicht viele Worte macht und tut, was er sagt. Normalerweise.

Manchmal allerdings gibt es Ausnahmen. Zum Beispiel 2007, als sein 40-jähriges Dienstjubiläum bei Claudius Peters Projects (CP) gefeiert wurde. Damals bedankte Sepetauz sich bei den Kollegen und kündigte an: „Mit 63 will ich in den Ruhestand und hoffe dann sagen zu können, dass die letzten Jahre die schönsten waren.“ Jetzt ist Sepetauz längst 63 – und immer noch da.

Dabei wäre die Rente mit 63 durchaus eine Option für ihn gewesen. Der gebürtige Jorker arbeitet seit April 1967 bei Claudius Peters und kennt das Buxtehuder Unternehmen noch aus der Zeit, als es „Maschinenfabrik Este“ hieß und ein kleiner Mittelstandsbetrieb mit etwa 150 Mitarbeitern war.

An seine Maschinenschlosser-Lehre kann Sepetauz sich gut erinnern. „Wir standen tagelang an der Werkbank und schruppten mit der Feile an einem Werkstück herum. Irgendwann war ich kurz davor, alles hinzuwerfen. Ich ging zu unserer Mutter und zeigte ihr meine Hände. Alles voller Blasen.“

Aber Mutter Sepetauz, eine handfeste Landfrau, ermunterte ihren Filius, durchzuhalten und die Lehre zu beenden. Eine gute Entscheidung, die der mittlerweile 63-Jährige bis heute nicht bereut hat.

1978 sah Sepetauz eine Stellenausschreibung am Schwarzen Brett. Im Stahlbau wurde ein Meister gesucht. Aber sein Vorgesetzter hatte andere Pläne. Man habe da bereits jemanden im Auge, hieß es. „Sie gehen in die Dreherei.“ Widerspruch zwecklos, Sepetauz übernahm den Job und machte 1980 die Meisterprüfung.

In der Dreherei wartete viel Arbeit auf den jungen Meister. Alle Maschinen in der Halle stammten aus der analogen Ära, aber die Zukunft hatte längst begonnen – sie gehörte den CNC-Maschinen. Sepetauz forcierte die Einführung der neuen Geräte und arbeitete sich so gut in das Thema ein, dass er fortan auch die Programme für die Drehmaschinen schreiben konnte.

35 Jahre lang passionierter Tennisspieler gewesen

Auch die Firma entwickelte sich stetig weiter. Als das Unternehmen 2006 seinen 100. Geburtstag feierte, beschäftigte es rund 450 Mitarbeiter und hatte – nach einigen Jahren im Babcock-Konzern – mit der britischen Langley-Gruppe gerade einen neuen Eigner bekommen. Der machte aus dem Betrieb einen international erfolgreichen Spezialisten für das Handling von Schüttgütern wie Zement und Kohlepulver.

Ein zweites Standbein ist die Flugzeug-Industrie. Claudius Peters fertigt seit über 35 Jahren spezielle Leichtmetall-Profile für den Bau von Airbus-Maschinen und gilt als einer der wichtigsten Zulieferer von Premium Aerotec.

Sepetauz, der seit 1999 auch für die Ausbildung zuständig ist, arbeitet unterdessen an der Einweisung seiner Nachfolger und hat sich für die Zeit nach der unvermeidlichen Verrentung schon mal ein neues Hobby gesucht. Nachdem er 35 Jahre lang passionierter Tennisspieler war, ist er nun unter die Jäger gegangen.

Und dann wartet ab April noch eine neue Rolle auf ihn. Sepetauz wird Opa. Seine Schwiegertochter erwartet einen Sohn. Wir gratulieren schon mal.


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Schanzenstraße 40
21614 Buxtehude

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