?Das macht mir richtig Spaß?: AKTIV im Norden

„Das macht mir richtig Spaß“


Einstieg im Weltkonzern: Silke Wienbarg ist im ersten Lehrjahr. Jeden Tag fährt sie 45 Kilometer zu ihrem Arbeitgeber Airbus in Stade. Foto: Brockhöfer
Einstieg im Weltkonzern: Silke Wienbarg ist im ersten Lehrjahr. Jeden Tag fährt sie 45 Kilometer zu ihrem Arbeitgeber Airbus in Stade. Foto: Brockhöfer

Silke Wienbarg ist angehende Verfahrensmechanikerin bei Airbus

Stade. Silke Wienbarg wusste schon immer, was sie wollte. Auch beruflich. Während viele ihrer Mitschüler noch grübelten, was sie nach dem Abschluss machen sollen, war für die 18-Jährige klar: Der Beruf musste etwas mit Technik zu tun haben.

Und damit hatte sie es so eilig, dass sie die Schule noch vor dem Abi verließ und sich beim Flugzeugbauer Airbus bewarb. Das klappte auf Anhieb. „Jetzt bin ich angehende Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik“, sagt sie stolz.

Wie sie auf die Idee kam? Sie wuchs quasi in der Nachbarschaft von Airbus auf, kennt das Werk also seit der Kindheit. „Und meine Schwester arbeitet auch dort, im selben Beruf“, so Wienbarg.

Wenn die abends heimkam, hatte sie viel zu erzählen. Von Hightech-Werkstoffen, schweren Maschinen und immer neuen Projekten. „Das klang spannend. Sie hat mich einfach angesteckt.“

Die Begeisterung ist geblieben, auch wenn Frauen in diesem Job noch immer die Ausnahme sind. Von den 30 Azubis in Wienbargs Jahrgang sind nur 7 weiblich.

Zu der Ausbildung gehören Kurse in Laminieren, Metallverarbeitung und Steuerungstechnik. „Am meisten gefällt mir das manuelle Verarbeiten des Werkstoffs CFK“, sagt sie.

Am Arbeitsplatz moderne Technik, zu Hause ländliche Idylle: Wienbarg wohnt noch auf dem elterlichen Bauernhof und pendelt täglich die 45 Kilometer nach Stade. Langweilig wird ihr das nie – „ich nehme immer zwei jüngere Kolleginnen mit.“

Ob sie nach der Ausbildung noch studieren wird, hat sie noch nicht entschieden. Der Weg stünde ihr mit der Fachhochschulreife offen. „Zuerst will ich mit einem guten Notendurchschnitt meine Lehrzeit verkürzen.“

Peer Brockhöfer

Verfahrensmechaniker für Kunststoff

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz. Die bundesweit geregelte Ausbildung dauert drei Jahre und wird

in den folgenden Schwerpunkten angeboten: Bauteile, Formteile, Halbzeuge, Mehrschicht-Kautschukteile, Kunststoff-Fenster und Faserverbundwerkstoffe.

 

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