Bundeskanzlerin Angela Merkel tauft die ?Sonne?: AKTIV im Norden

Neues Forschungsschiff

Bundeskanzlerin Angela Merkel tauft die „Sonne“

Die Patin: Merkel mit Werft-Chef Bernard Meyer (links) und Landesvater Erwin Sellering. Foto: Wessels

Rostock. Ein besseres Omen hätte man sich für diese Schiffstaufe kaum wünschen können: Pünktlich zum Auftritt von Angela Merkel verschwanden die Wolken am Himmel über Rostock, und die Sonne strahlte, als hätte man ihr kurzfristig die Patenschaft angedient.

Aber da hatte die Kanzlerin schon beherzt die Champagnerflasche ergriffen, mit der sie das neue Forschungsschiff auf den Namen „Sonne“ taufen sollte. Wenig später zerschellte die Flasche am Bug, und Angela Merkel wünschte dem Schiff „stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel“. Die rund 300 Gäste, darunter Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering, quittierten es mit Applaus.

In ihrer Rede zeigte sich die promovierte Physikerin Merkel beeindruckt von der Leistung der Werftmitarbeiter, die das Schiff gebaut haben. „Was wir hier taufen, ist ein Meisterwerk deutscher Schiffsbau- und Ingenieurskunst“, sagte sie. „Ein Hightech-Schiff, das den Ansprüchen modernster Meeresforschung gerecht wird.“

Mit einer Länge von 116 Metern zählt die „Sonne“ zu den großen Schiffen der deutschen Forschungsflotte. Gebaut wurde sie in knapp 20 Monaten auf der Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg. Danach wurde sie zur Fertigstellung in die Rostocker Neptun Werft verbracht, die zur selben Firmengruppe gehört.

Der Bau kostete rund 124 Millionen Euro. 90 Prozent davon zahlt der Bund, den Rest teilen sich die norddeutschen Länder.

Am Ende amüsierte die Kanzlerin die Taufgäste noch mit einer launigen Anmerkung in eigener Sache. „Wenn ich etwas Zeit hätte“, so Merkel, „würde ich gerne mal mitfahren. An Bord ist es bestimmt sehr spannend. Aber das wird sich wohl nicht ergeben.“


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